Mehr als 200 Ju-Jutsukas aus ganz Baden-Württemberg kommen zum 40. Jubiläum des Ju-Jutsu-Clubs zusammen. In Sulz kann man dabei auch für den Alltag lernen.
„Hurra, wir feiern Jubiläum“, lautete das Motto des Ju-Jutsu-Clubs Mühlbachtal. Der Ju-Jutsu-Verband Württemberg hatte zum Württemberg-Event 2026 eingeladen, und mehr als 200 Ju-Jutsukas füllten die Sulzer Stadion- und Neckarhalle.
Das Programm war breit angelegt und zeigte viele Bereiche des Verbandsangebots. Fighting für Einsteiger, Brazilian Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu-Techniken, Waffenabwehr, freie Auseinandersetzung, Weiterführungen, Pratzen-Kombinationen, Jiu-Jitsu, realitätsnahe Selbstverteidigung und Hanbo-Jutsu standen auf dem Plan.
Auffällig dabei war die Spannweite der Erfahrung. Neben Teilnehmenden mit niedrigen Kyu-Graden standen zahlreiche Schwarzgurte auf der Matte – genau die richtige Mischung für den sportlichen Austausch an diesem Tag.
Auf den Matten wurde parallel gearbeitet. Während auf der einen Matte schnelle Bewegungen, Distanzgefühl und Timing gefragt waren, ging es wenige Meter weiter um saubere Übergänge, Kontrolle am Boden oder das richtige Verhalten gegen Angriffe mit Waffen. Dazu kamen Einheiten, die bewusst andere Zielgruppen in den Blick nahmen: Frauen-Selbst-Sicherheit, Fit und Sicher im Alter sowie ein eigenes Kinderprogramm.
Gerade diese Vielfalt machte den Reiz des Tages aus. Es wurde geworfen, gehebelt, kontrolliert, gerollt, geschlagen, abgewehrt und wieder aufgestanden. Immer mit dem Ziel, Technik nicht nur zu zeigen, sondern sie verständlich und anwendbar zu machen.
Tolle Referenten
Garant hierfür war das erfahrene Referententeam auf mehreren Matten mit Jochen Frey 6. Dan, Stefan Stöhr 5. Dan, Patrick Lange 7. Dan, Giuseppe D’Amico 7. Dan, Lukas Pietsch 2. Dan, Andreas Dold 3. Dan, Andreas Schleicher 6. Dan, Andreas Kustusch 7. Dan, Andreas Schnelle 2. Dan, Ingo Kammerer 6. Dan, Andreas Richard 2. Dan, Rebecca Menth 4. Dan, und Günter Stolz auf der Matte. Die sportliche Leitung lag bei Hennes Meinikheim 6. Dan, Vizepräsident Breitensport im JJVW.
In der Neckarhalle trainierten die Jüngeren in eigenen Gruppen. Auf dem Programm standen Ju-Jutsu, Brazilian Jiu-Jitsu, Bodenkampf sowie Spiel und Spaß. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Bewegung, Aufmerksamkeit und gemeinsames Lernen auf der Matte.
Am Nachmittag erfolgte die „Jubiläums-Olympiade“. Dabei wurden unterschiedliche Fähigkeiten auf die Probe gestellt. Die Stationen wurden unter der Leitung von JJC-Jugendleiter Marc Stein und seinem Team gestaltet und betreut.