Vladan Lipovina war mit sieben Treffern der beste Balinger Torschütze beim klaren Heimsieg über die HSG-Nordhorn. Foto: Kara

Starker Angriff, starke Abwehr, starker Torhüter, starke Teamleistung. Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat am Donnerstag den Tabellennachbarn HSG Nordhorn-Lingen bei seinem 35:24 (16:9)-Heimsieg zerlegt.

Im Kellerduell legte der HBW gut los, obwohl das Bürkle-Team auf gleich drei Kreisläufer verzichten musste, machten die Gastgeber im Abwehr-Zentrum einen richtig guten Job. Als etatmäßig "Last Man Standing" am Kreis lieferte Fabian Wiederstein eine ganz starke Vorstellung, mauerte nicht nur in der Deckung, sondern steuerte, nachdem der frühere Balinger Robert Weber per Strafwurf zum 3:4 für die Gäste getroffen hatte (9. Minute), zum folgenden 9:2-Lauf der Schwaben, den Gregor Thomann mit dem 13:5 abschloss (26.), drei Tore bei.

Doch es griff ein Rädchen ins andere. Der Rückraum lieferte ab, die Bürkle-Sieben nutzte die zahlreichen Fehler der HSG Nordhorn-Lingen konsequent aus und schlug zudem Kapital aus der 48 Prozent-Paradenquote von Torhüter Mike Jensen, der seinen Platz nach 43 Minuten für Mario Ruminsky räumte. Zur Pause führte der HBW sicher mit 16:9 – den Gästen waren bis dahin gerade einmal drei Treffer aus dm Feld gelungen, den Rest besorgte Weber kaltschnäuzig von der Siebenmetermarke.

Wer nun glaubte, die HSG würde in dieser Partie, in der es nicht um den 16.Tabellenrang sondern auch um den direkten Vergleich ging – der gibt am Ende der Saison bei punktgleichen Teams den Ausschlag bei der Platzierung, und Nordhorn-Ligen gewann in der Vorrunde mit 29:27 – noch einmal den Turbo starten, sah sich getäuscht. Der HBW blieb Konsequent, nutzte seine Chancen und ließ sich nicht mehr in de Bredouille bringen. Lukas Saueressig baute die Führung mit einem Doppelpack auf 20:11 (35.) aus, Kreisläufer-Notnagel Christoph Foth setzte bei seinem Comeback in Unterzahl das 23:14 (42.), Abwehrspezialist Romas Kirveliavicius sorgte mit seinem ersten Treffer in dieser Saison gar für einen Zehn-Tore-Vorsprung für den HBW (25:15/44).

Damit war die Messe endgültig gelesen. Nordhorn-Lingen gab sich in der Folge zwar nicht auf, hatte aber auch nicht die Möglichkeiten den fokussierten Schwaben, die weiterhin jeden Klops der HSG zum Gegenstoß nutzten, noch einmal gefährlich nahe zu kommen. Völlig abgemeldet war der Rückraumrechte Philipp Vorlicek, der dem HBW in der Vorrunde noch neun "Buden" eingeschenkt hatte. Am Ende feierte der HBW Balingen-Weilstetten einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 35:24-Heimsieg und verschaffte sich damit ein Drei-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze. War Weber bei den Gästen mit 9/7 Toren der überragende Schütze, knackten bei den Gastgebern Vladan Lipovina (7), Thomann (6) und Wiederstein (5) die Fünf-Tore-Marke.

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Ruminsky, Bozic; Zobel (1), Lipovina (7), Kirveliavicius (1), Thomann (6), Nothdurft (2), Wiederstein (5), Grétarsson (4/3), Schoch (3), Zintel, Scott (2), Saueressig (3), Foth (1), Strosack.

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Ravensbergen; Torbrügge (1), Leenders, R. Weber (9/7), Mickal (2), Miedema (3), Stegefelt (1), Terwolbeck, De Boer (2), Zare, Vorlicek (1), Visser, Possehl (3), Pöhle (1), Kalafut (1).

  
Sport
  
HBW
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: