Rund 3000 Hästräger und rund 3500 Zuschauer zählte die Narrenzunft Hochdorf am Sonntag auf ihrem Umzug.
Bei eisigen Temperaturen und Schnee kamen zahlreiche Menschen in den größten Stadtteil Nagolds und feierten die kurze Fasnetssaison, worüber sich Vorsitzender Thomas Futschik besonders freute: „Schon der Zunftmeister-Empfang mit rund 60 Zunftmeistern war mega und jetzt der tolle Umzug. Ich bin begeistert, was wir alle wieder gemeinsam gestemmt haben.“
Denn über das ganze Wochenende waren rund 200 Helfer in verschiedenen Schichten im Einsatz, so dass am Sonntag der Umzug durch die Hochdorfer Straßen der krönende Abschluss eines langen Wochenendes sein konnte.
Sprecher-Wägen beim Rathaus und in der Albblick-Straße
Den Auftakt machte die Narrenzunft Hochdorf mit ihren Daxburghexen, Erdmahle, Maiwaldteufel, Zwoasäckle und ihren Narrenpräsis Thomas Futschik und Heiko Kächele. Begrüßt wurden sie nicht nur von den Zuschauern am Wegesrand, sondern auch an den beiden Sprecher-Wägen beim Rathaus und in der Albblick-Straße.
Die Ansager Sven Katz, Micha und Diana Mayer sowie Claudia Dilcher hatten vorab zu jeder Startnummer mit rund 60 Zünften, 130 Gruppen und 25 Wägen Informationen zusammengetragen. „Der Wassergeist Butzi steigt jedes Jahr zur Fansetszeit aus de heimischen Butzensee“, erklärten die Ansager zur Narrenzunft Butzi Bodelshausen.
Den Auftakt machte die Feuerwehr aus Hochdorf mit ihrem Einsatzfahrzeug, das DRK hatte neun Sanis an der Umzugsstrecke verteilt. Fasnetsfreunde aus der Region wie die Narrengilde Göttelfingen, die Narrenfreunde Schietingen, die Narrenzunft Rexingen und die Original Baisinger Narren sorgten ebenso für Stimmung, wie die weiter angereisten: die Zottelböck vom Forcheneck 1999, die Narrenzunft Erzknappen, Gechinger Bachweiber und die Wernauer Narren.
„Es sollte eine gesunde Zahl bleiben, die der Ort verkraftet“
„Wir haben sehr viele Anfragen erhalten, aber wir könnten nicht noch mehr Gruppen laufen lassen. Es sollte eine gesunde Zahl bleiben, die der Ort verkraftet“, erklärte der Vorsitzende. Daher freuten sich die Organisatoren, dass neben den Zünften auch Gruppen wie die Wilden Hexen aus dem Gäu und die als Schornsteinfeger verkleideten Fasnetsbutza Gündringen dabei waren.
Seltene Gäste in der Region waren auch der Fasnachtsverein Hau-Hu aus Neuhausen im Enzkreis. Die bekannten Putzteufel Reusten sorgten mit ihren Wedeln für Sauberkeit oder ordentlich Staub im Kragen. „Der Fokus liegt immer darauf, die Zuschauer, die unseren Verein unterstützen und im Kalten ausharren, bestmöglich zu entertainen. Das heißt, es sind genügend Musiken da, die Hexengruppen und Wägen werden entzerrt“, wusste Ansager Micha Mayer.
Aufwärmen hieß es später in den beheizten Zelten
So sorgten die Fanfarenzug Weil der Stadt 1963, Luschdige Bruat aus Göttelfingen, die Freien Narrentreiber Schwahiro und einige Musikvereine sowie Lumpenkapellen zwischen den Laufgruppen für Unterhaltung. Der Bauwagen Hochdorf konnte sich unter dem Häs von Bob der Baumeister dick einpacken. Mit einem „können wir das schaffen?“ wurden die 30 Leute am Kroneneck begrüßt. Die Narren aus Tiefenbronn haben mit „bibbele oi“ einen ähnlichen Narrenruf wie die Narrenzunft Rohrdorf bei Eutingen, die dieses Jahr den 50. Geburtstag feiert.
Geburtstagskinder hatte es auch auf dem Umzug in Hochdorf, wobei auch diese nicht verschont blieben. Der fünfjährige Jorik freute sich besonders, denn er sammelte mit seinen Eltern Bonbons. Julia war mit ihren Freunden aus Ergenzingen auf den Umzug gekommen.
Aufwärmen hieß es später in den beheizten Zelten und in der Hochdorfer Halle, wo das Fasnetswochenende seinen Abschluss nahm.