Anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens demonstrierte der Friesenheimer Feuerwehr-Nachwuchs seine Fähigkeiten bei der Schutterner Schule.
Die Jugendfeuerwehr feierte mit einer Großübung an der Grundschule in Schuttern ihr 35-jähriges Bestehen. Noch nie waren so viel Kinder und Jugendliche in eine Übung eingebunden und noch nie war die Jugendfeuerwehr so stark wie an ihrem halbrunden Geburtstag. Immerhin zählt sie 78 Mitglieder.
Jugendfeuerwehrwart Moritz Busam ist mächtig stolz auf seine Jungs und Mädchen und war begeistert von der Übung, die seine Stellvertreterin Beate Killius ausgearbeitet hat. Ein besonderer Dank galt auch allen Ausbildern und Betreuern, die die Nachwuchsarbeit mit großem Tatendrang unterstützen. „Ohne euch könnten wir solch eine Übung niemals machen“, betont Busam.
Vor der Schule hörte wohl so mancher Zaungast in seinem inneren Ohr den Song von Extrabreit „Hurra, Hurra die Schule brennt.“ Übungsszenario waren am Samstagnachmittag zündelnde Kinder auf dem Grundschulhof in der Nähe der Ausgangstür.
Zwei verschiedene Übungsszenarien
Ein Feuer entsteht, das auf das Schulgebäude überschwappt. Schnell breitet sich im Inneren des Schulgebäudes Rauch aus und drei Kinder gelten als vermisst. Schnell werden sie gefunden und auf Tragen nach draußen gebracht. In die Übung eingebunden waren knapp 50 zehn bis 18-Jährige, die sich bereits wochenlang, immer mittwochs, auf die Übung vorbereitet hatten.
Aber auch für die Kleinsten, die Acht- bis Zehnjährigen, hatte sich Beate Killius ein Szenario ausgedacht. Ihnen stellte Landwirt und Winzer Stefan Geiger einen riesigen Traktor vor die Offohalle. Dabei handelt es sich um einen der weniger Traktoren, der tatsächlich über ein wasserdichtes Fahrerhaus verfügt.
Lob vom Bürgermeister
Hier war die Übungsannahme ein in Brand geratener Traktor. Die Kleinen hielten mit ihren Strahlrohren darauf und auch sie wurden für die gelungene Übung gefeiert. Eltern, Großeltern, Freunde und auch die Bevölkerung war gekommen, um ihre Jugendfeuerwehr zu feiern. Kommandant Manach betonte: „Ich gratuliere zum 35. Geburtstag und eine toll vorbereitete und gelungene Übung, die wirklich klasse war.“ Manach attestierte eine 1-A-Leistung. Es war die siebte große Schauübung in 35 Jahren und bei keiner habe Manach gefehlt, weil er selbst aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen ist.
Bürgermeister Erik Weide betonte: „Wir sind wirklich stolz als Gemeinde, so eine Jugendfeuerwehr mit mittlerweile 78 Mitgliedern zu haben.“ Es sei die größte Abteilung der Feuerwehr in Friesenheim. Das Engagement im Ehrenamt sei nicht nur für die Feuerwehr von unschätzbarem Wert, sondern für die gesamte Gemeinde. Die Jugend sei die Zukunft der Friesenheimer Feuerwehr.
Weide erinnerte auch an die vorherigen Jugendfeuerwehrwarte Gerold Kadenbach (1989-1994), Karlheinz Scherer (1994-2000), Timo Schick (2000-2009), Dominic Gißler (2009-2011), Martin Althauser (2011-2024). Seit 2024 ist Moritz Busam im Amt.
Die Jugendfeuerwehr wurde im 1990 gegründet. Seit Gründung befindet sie sich in einer steten Wachstumsphase. Die Attraktivität der Jugendfeuerwehr ist so stark, dass in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen nach wie vor ein Aufnahmestopp besteht. Am Samstag, 9. August, von 13 bis 16 Uhr ist wieder der große Sommerspaß der Feuerwehr im Rahmen des 28. Friesenheimer Ferienprogramms.