Gratulierten zum 33-jährigen Bestehen: Das Horber Grafenpaar Felix Weisser und Marie Dörr, Horbs OB Peter Rosenberger und der Dornstetter Bürgermeister Bernhard Haas mit Ehefrau Daniela (von links) Foto: Monika Schwarz

Mit einem großen Nachtumzug und einer fetzigen Brauchtumsabend-Zeltparty sowie dem traditionellen Zunftmeisterempfang feierte die Dornstetter Narrenzunft ihr 33-jähriges Bestehen. Mehr als 1500 Hästräger feierten mit.

Dornstetten stand am Wochenende ganz im Zeichen der Fasnet. Bereits am Freitagabend waren der Marktplatz und die Straßen zum Sportplatz – dort hatte die Narrenzunft zu ihrem 33-jährigen Bestehen eine große Zeltlandschaft aufgebaut – fest in Narrenhand.

 

Mehr als 30 Gastzünfte hatten vor dem Hintergrund des närrischen Jubiläums ihr Kommen angekündigt und versammelten sich auf dem Marktplatz, wo der Abend mit Musik und reichlich guter Laune eingeläutet wurde.

Narrenkapelle führt Zug an

Von dort aus ging es, angeführt von der Narrenkapelle der Narrenzunft mit Roman Günther an der Spitze, in einem langen und mit Fackeln beleuchteten Nachtumzug in Richtung Sportplatz. Einige Zuschauer verfolgten das Spektakel und mussten sich auch den ein oder anderen Schabernack gefallen lassen. Dafür gab es im Gegenzug Bonbons, Popcorn und mit etwas Glück sogar eine Bratwurst mit frischem Bauernbrot von den Narren.

Stück für Stück gewachsen

Im großen, bunt geschmückten Zelt begrüßte Moderator Stefan Kirgis die nach und nach eintreffenden Gäste und erinnerte in seiner kurzen Rede auch an die Anfänge der Zunft vor 33 Jahren. „Es war ein Versprechen, die närrische Tradition zu bewahren, das Brauchtum der schwäbisch-alemannischen Fasnet lebendig zu halten und die Gemeinschaft in Dornstetten zu stärken“, sagte Kirgis. Stück für Stück sei die Zunft seither gewachsen.

Aus der nahen und weiteren Umgebung – bis hin nach Bondorf, Herrenberg, Renfrizhausen und Rottenburg – waren die Vertreter der über 30 Gastzünfte an diesem Abend eigens mit ihren Bussen angereist.

Aus Konkurrenz wird Freundschaft

Auch die zweite Dornstetter Zunft, die „Drillerhansele“, war in großer Zahl vertreten. Ihr Zunftmeister Benjamin Stahl überraschte die Narrenzunft sogar mit einem „Beitrittsformular“. „Ich unterschreib es aber erst nach diesem Wochenende, sonst muss ich hier noch für zwei arbeiten“, witzelte er.

Unter den Gästen der Jubiläumsfeier waren auch Bürgermeister Bernhard Haas, Horbs OB Peter Rosenberger mit dem aktuell regierenden Prinzenpaar sowie aufgrund der besonderen Feier der Vizepräsident der Europäischen Narrenvereinigung Baden-Württemberg, Alwin Staiger.

Beste Stimmung im Festzelt

Im Zelt sorgten DJ Jabba und einige Gastauftritte aus den Reihen der Zünfte für gute Stimmung. Los ging es mit den „Narrensamen“ der Narrenzunft, gefolgt von den „Kuckucks Gugga“ aus Haiterbach, den „Schneeberg-Hexen Kniebis“, der „Erscht ä’mol Gugge Emmendingen“, der Narrenzunft Alpirsbach, den „Grenzweg Sinfonikern“ vom Kniebis , den „SGH Schwarzwaldmädle Hallwangen“ sowie den „ Hexa Heulern“. Die Tänze mit Akrobatikeinlagen und die fetzige Musik begeisterten das Publikum. Nicht nur vor der Bühne und an den Tischen, sondern auch auf den Bänken wurde Stimmung gemacht.

Für die Zunftmeister hatte die Narrenzunft im benachbarten Sportheim am späteren Abend noch einen Zunftmeisterempfang vorbereitet. Mit einem dreifachen „Narri, Narro!“ und „Horrido“ begrüßte Zunftmeisterin Melanie Kirgis die nach und nach eintreffende Truppe und freute sich „saumäßig“ über die tolle Resonanz. „Ich bin froh, dass wir dieses Jahr ein Zelt haben, in die Stadthalle hättet ihr nämlich gar nicht alle gepasst.“