Mit der Fotoausstellung „325 Jahre Neuhengstett“ startete der Heimatgeschichtsverein Bourcet seine Sommersaison.
An jedem ersten Sonntag werden sowohl das neue Museum als auch das Museumshäusle von 14 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet sein. Viele Teilnehmer der letztjährigen Festveranstaltung werden sich auf einem der ausgestellten Fotos wiedererkennen.
Rühriger Verein
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieses Ortes zu pflegen, zu bewahren und zu verbreiten. So ist neben dem alten Museumshäusle der alte Waldenserfriedhof in das Museumskonzept eingebettet worden. Informationstafeln auf dem umgestalteten Begräbnisfeld beleuchten die Waldenser Historie.
Der neue Multifunktionsbau ergänzt das Gesamtkonzept. Er bietet die Gelegenheit, Gäste zum Verweilen in gemütlichem Ambiente einzuladen. Was von der Bevölkerung angenommen wird. Pünktlich zum Beginn der Fotoausstellung fanden sich viele Besucher ein.
Oliver Zipperer (Althengstett) und Kurt Habart (Neuhengstett) legten sich beim großen Jubiläumswochenende im September 2025 mit ihrer Kamera auf die Lauer, um das Jubiläum für die Ewigkeit zu dokumentieren. Frei nach dem Vereinsmotto „Menschen schaffen Momente.“
Hunderte Aufnahmen
Die zweite Vereinsvorsitzende Martina Talmon-Gros hatte die Aufgabe, aus mehreren hundert Fotos diese Ausstellung zu konzipieren, die nun die Wände des Gebäudes (neben Friedhof und Museumshäusle) schmücken. Kurt Habart hat nach eigenen Worten alleine mehr als 500 Bilder abgeliefert. Margrit Habart begrüßte die Gäste, um auf das große Festwochenende zurückzublicken , welches „auf dem ganzen historischen Gelände stattfand und rege besucht wurde“. Menschen, die bislang wenig oder noch keinen Zugang zur Geschichte der Waldenser fanden, können beim Betrachten der Bilder erahnen, dass so ein großer geschichtlicher Schatz in das Bewusstsein gerückt und vor dem Vergessen bewahrt wird.
Immerhin ist es mehr als 325 Jahre her, dass am 1. September 1700 die (damalige) „Kolonie Simmozheim, aus der später Neuhengstett entstand“ offiziell gegründet wurde. Waldensische Glaubensflüchtlinge aus dem Piemont fanden hier ihre neue Heimat.
Das kleine Museumshäusle, ebenfalls an jedem ersten Sonntag geöffnet, stellt anschaulich dar, wie die Wohnsituation, eben karg und ärmlich, ausgesehen haben mag. Mit der letztjährigen Jubiläumsveranstaltung versetzten sich die Einwohner und Vereine aus Neuhengstett und Umgebung mit Trachten und Unternehmungen in die alte Zeit. Eindrucksvoll dargestellt und zu besichtigen in dieser Fotoausstellung. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freut man sich.