Der Düsseldorfer Alexander Barta (links) wird in dieser Szene im letzten Moment von Verteidiger Dylan Yeo und Torwart Joacim Eriksson (rechts) gestoppt. Foto: Roland Sigwart

Die Schwenninger Wild Wings haben am Montag mit einem 3:2-Heimsieg nach Verlängerung gegen Düsseldorf den wichtigen vierten Platz im DEL-Süden gefestigt.

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"Wir müssen im Vergleich zum jüngsten 2:5 in Bremerhaven unsere Chancen besser nutzen", meinte Christof Kreutzer im Pregame-Talk der Wild Wings, bei denen weiter Darin Olver fehlte. Zudem war für David Cerny und Cedric Schiemenz gegen den Nord-Tabellenfünften kein Platz im Kader. Der Sportliche Leiter der Schwenninger hoffte zudem, dass auch nach dem ersten Spiel gegen seinen Ex-Verein in dieser Runde die Krawatte im Schrank bleiben konnte. Ohne Schlips hatten seine Wild Wings zuletzt wieder viele Teams geärgert.

Topscorer Andreas Thuresson (6.) hätte die Schwenninger fast mit einem Shorthander in Führung gebracht, doch DEG-Goalie Hendrik Hane reagierte stark. Joacim Eriksson, der Torhüter mit der derzeit besten Fangquote in der Deutschen Eishockey Liga, war dagegen auf der anderen Seite bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Maximilian Kammerer (8.) machtlos. Beide Play-off-Anwärter zeigten auch danach, dass schnelles Umschaltspiel nach erfolgreichem Forechecking zu ihren Stärken gehört. Dagegen funktionierte das sonst so effektive Überzahlspiel der Wild Wings in einem insgesamt ausgeglichenen ersten Abschnitt noch nicht. "Wir haben bisher nicht so ins Spiel gefunden", gab Stürmer Marius Möchel in der Pause bei Magenta Sport zu.

Danach saß Verteidiger Will Weber nach einer 2+2-Strafe weiter in der Kühlbox, doch Schwenningen überstand diese kritische Situation. Zu echten Großchancen kamen die Wild Wings gegen die geschickt verteidigende DEG auch in der Folge nur selten. Doch dann nutzte Jamie MacQueen (29.) – gerade von der Strafbank kommend – einen Aufbaufehler der Gäste zum Ausgleich. Schwenningen erhöhte die Schlagzahl, schnupperte an der erstmaligen Führung. Allerdings leisteten sich die Wild Wings auch weiter unnötige Strafen. Egal. Dies dachten sich die Spink-Zwillinge: Unterzahl-Break, Querpass Tylor, Shorthander Tyson (36.), 2:1. Doch nur 61 Sekunden später hatte Kammerer (37.) aus Sicht der DEG die richtige Antwort parat. Diese hatte wieder durch Kammerer (47.) beim nächsten Powerplay das 3:2 auf dem Schläger, doch Eriksson und der stark blockende Verteidiger Johannes Huß verhinderten die erneute Führung der Gäste. Die Crunch­time begann mit einer Möglichkeit des Schwenningers Daniel Pfaffengut (50.). Die Neckarstädter hatten dann Glück, dass Charlie Jahnke (55.) nur die Latte traf. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten ging es in die Verlängerung. In dieser brachte ein Konter die Entscheidung. Auf Zuspiel von Alex Weiß sorgte Verteidiger Colby Robak mit seinem vierten Saisontreffer für den Zusatzpunkt. "Wir freuen uns sehr über diese zwei wichtigen Zähler", war Coach Niklas Sundblad zufrieden.

Für die Wild Wings geht es schon am Dienstag (18.30 Uhr) weiter. Dann gastiert mit den Iserlohn Roosters ein weiterer Play-off-Kandidat des Nordens in der Arena.

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