Die möglichen Eishockey-Profis von morgen treffen am Wochenende in der Helios Arena aufeinander. Die Gastgeber hoffen in dem starken Teilnehmerfeld auf einen Coup.
Die Teilnehmerliste des 32. DEL U15-Cups liest sich wie das „Who is Who“ des deutschen Eishockeys. Zwölf Mannschaften spielen in Schwenningen mit, darunter sind die Nachwuchs-Vertretungen von elf Erstligisten.
Prominente Namen, die fehlen, sind neben den Straubing Tigers und den Fischtown Pinguins auch die Adler Mannheim.
Das illustre Teilnehmerfeld verwundert nicht, denn der DEL U15-Cup ist ein Turnier mit einem großen Renommee, bei dem schon Legenden wie Tom Kühnhackl und Andreas Renz mitgespielt haben.
Eine Hammer-Gruppe
In diesem Jahr bekommt es die U15 der Schwenninger Wild Wings in der Gruppenphase mit Düsseldorf, Augsburg und Wolfsburg zu tun. Eine Aufgabe, die es in sich hat, wie Wild Wings-Coach Karel Bauhof erklärt, der Düsseldorf und Augsburg – neben Köln – zu den drei Turnierfavoriten zählt.
Es wird in der Vorrunde in drei Vierergruppen gespielt. Nur die ersten beiden Teams aus allen drei Gruppen stehen sicher im Viertelfinale. „Die Top 8 sind ein großes Ziel für uns, aber das wird schwer“, vermutet Bauhof. In seinem Team seien schon „ein paar gute Jungs dabei“, aber es gehe auch darum, bei so einem Turnier jedem Spieler Eiszeit zu geben.
Prognosen sind schwierig
Die U15 der Schwenninger Wild Wings schloss die Bayernliga Meisterrunde von zehn Mannschaften auf Rang sieben ab. Auch wenn dieses Resultat nicht zu der Vermutung führt, dass die Wild Wings um den Turniersieg mitspielen: „Alles ist möglich“, meint Bauhof mit Blick auf das Wochenende.
Der Schwenninger Coach hat gute Gründe, dies zu glauben, denn beim DEL U15-Cup werden nur zweimal 20 Minuten statt dreimal 20 Minuten gespielt, was Überraschungen begünstigt. Außerdem zeigt die Historie, was möglich ist: Vor drei Jahren standen die jungen Wild Wings überraschend im Finale. „Es ist wichtig, dass die Jungs ein gutes Turnier spielen und dass sie positiv sind“, betont Karel Bauhof.
Der ältere Jahrgang der Schwenninger solle mit Selbstvertrauen danach in die U17 wechseln. Die Platzierung spielt keine allzu große Rolle. „Wir wollen gutes Eishockey spielen und bis zum Schluss kämpfen“, fordert Bauhof. „Die Jungs freuen sich. Sie sind heiß auf diesen Abschluss.“
Viel Aufwand
Der große Aufwand, den die Jugendspieler leisten, soll sich lohnen. Groß ist auch der organisatorische Aufwand, wie SERC-Vorstand Marco Kimmel berichtet: „Es ist ein wahnsinniger Aufwand. Alle Spieler kriegen Mittag- und Abendessen, auf Wunsch auch Frühstück. Ohne die Hilfe der Eltern wäre das gar nicht möglich.“
Die Wild Wings Future seien stolz darauf, so ein Turnier zu veranstalten.
Die Gruppenphase
Gruppe A
Schwenningen
Düsseldorf
Wolfsburg
Augsburg
Gruppe B
Berlin
Iserlohn
Nürnberg
Ingolstadt
Gruppe C
Köln
München
Frankfurt
Rosenheim
Der Spielplan der Wild Wings in der Vorrunde
Freitag, 16.30 Uhr: Schwenningen – Düsseldorf.
Samstag, 7.30 Uhr: Augsburg – Schwenningen.
Samstag, 11.45 Uhr: Wolfsburg – Schwenningen.
Das Finale startet am Sonntag in etwa um 16 Uhr.