Ausgeglichene Matches, launische Wetterbedingungen und die ein oder andere Überraschung: So lässt sich der vierte Tag des 31. AHG-Cups in Bildechingen am Besten zusammenfassen.
Bei Bildechingens traditionsvollem Tennis-Turnier ging es an diesem Tag vor allem für eine Spielerinnen direkt zur Sache: Eva Bennemann war nämlich gleich dreimal gefordert. Weil ihr spätes Mittwochs-Match gegen Ylena In-Albon aufgrund von Dunkelheit vorzeitig beendet werden musste, trafen sich beide Spielerinnen am Folgetag erneut auf dem Court.
Strammes Programm für Bennemann
„Wir mussten beim Stand von 3:5 abbrechen. Zwei Spiele fast hintereinander zu spielen, war ungewohnt für mich. Am Anfang kam ich auch nicht gut rein“, meint Bennemann nach ihrem zweiten Single-Match.
Nachdem sie sich gegen die Schweizerin In-Albon – denkbar knapp mit 3:6, 6:1, 7:6 (7:3) – durchsetzten konnte, folgte keine Stunde nach dem Sieg bereits die nächste Herausforderung. Gegen Victoria Pohle siegte Bennemann aber überraschend deutlich mit 6:2, 6:1.
Am Abend folgte dann die ihre dritte und vorerst letzte Aufgabe: Im Doppel mit Sonja Zhenikhova siegte das junge Ass schon wieder, diesmal mit 6:3, 6:1gegen Lucia Cortez Llorca und Ylena In-Albon. Damit kann die 17-Jährige einen dicken Haken an den vierten Turniertag setzen.
Mit dem Shuttle zum Hotel
Bennemanns Zwischenfazit fällt trotz der Strapazen durchaus positiv aus: „Es ist schön hier, aber es ist ein bisschen nervig, dass man zum Hotel 20 Minuten fahren muss. Aber ansonsten ist es hier gut gemacht und hier helfen viele Leute mit.“
Ein ähnliches Bild malt auch Noma Noha Akugue: „Das Hotel ist weit weg und der Shuttle fährt nur einmal die Stunde. Aber ein Turnier in so einem Dorf ist auch mal eine schöne Abwechslung.“ Ein dickes Lob für die Veranstalter, die täglich für Top-Bedingungen sorgen.
Akugue kam schwer ins Spiel
Für die 21-Jährige ist es aber nicht das erste Turnier in Bildechingen – vor drei Jahren schied sie aber bereits in der ersten Runde aus. Dieses Jahr steht sie (mindestens) in der dritten Runde, denn gegen Dalila Jakupovic setzte sich Akugue nach hartem Kampf durch: „Am Anfang habe ich bisschen gestruggelt, weil ich nicht gut reingekommen bin. Meine Gegnerin hat sehr gut gespielt, und ich habe versucht, bis zum Ende vom ersten Satz eine Antwort auf ihr Spiel zu finden.“
Das sollte der Norddeutschen gelingen, da sie das Spiel im dritten Satz (3:6, 6:4, 6:2) für sich entscheiden konnte. Als eigene Stärke identifizierte Akugue ihr Spiel mit der Vorderhand und ihre Beweglichkeit: „Ich spiele mit der Vorderhand aggressiv und das war heute der Keypunkt.“
Turniersiegerin scheitert in 2. Runde
Neben den drei Siegen von Bennemann und dem Einsatz von Akugue gab es aber auch eine kleine Überraschung zu verzeichnen: Lea Boskovic, Siegerin des 2019er-AHG-Cups schied entgegen vieler Erwartungen bereits in der zweiten Runde aus. Gegen Tessa Johanna Brockmann zog die Kroatin mit 4:6, 0:6 den Kürzeren.
Ein anderer Fall ereignete sich ebenfalls am vierten Turniertag: Arina Gabriela Vasilescu musste ihr Spiel gegen Astrid Lew Yan Foon im ersten Satz (0:5) aufgeben.