Trotz eines deutlichen Fehlbetrags im Ergebnishaushalt plant die Gemeinde Investitionen – Rücklagen und Fördermittel sollen den nötigen finanziellen Spielraum schaffen.
Der Hofstetter Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch über den Entwurf des Haushalts 2026 beraten. „Der Ergebnishaushalt sieht nicht gut aus, aber da sind wir in Gesellschaft mit anderen Kommunen“, verwies Kämmerer Markus Neumaier auf die Gesamtsituation.
Demnach sind ordentliche Erträge in Höhe von knapp 5,7 Millionen Euro und Aufwendungen von knapp sechs Millionen Euro geplant. „Das Minus im Ergebnishaushalt beträgt nach derzeitigem Stand 303 500 Euro“, erklärte Neumaier und verwies darauf, dass dieser Wert eigentlich positiv sein müsse, oder zumindest eine Null dort stehen sollte. Planmäßig sei das nicht möglich, womit die Abschreibungen nicht refinanziert werden könnten.
Gemeinderat passt Straßenausbau an
„Wir haben ein bisschen Glück, dass aus den vergangenen Jahren noch Rücklagen vorhanden sind.“ Zumindest könne ein Zahlungsmittel-Überschuss in Höhe von 73 085 Euro erwirtschaftet werden, der für Investitionen zur Verfügung stehe.
Die Steuerkraftsumme sei gegenüber dem Vorjahr mit gut drei Millionen Euro leicht gesunken, womit auch die Kreisund Finanzausgleichsumlage etwas niedriger ausfallen. Andererseits wären die Leistungen aus dem Finanzausgleich mit der Schlüsselzuweisung und der Umsatzsteuer etwas höher.
Die Personalkosten würden sich aufgrund der tariflichen Lohnerhöhungen im kommenden Jahr auf etwa zwei Millionen Euro belaufen. Die Gewerbesteuer werde mit einer Million Euro kalkuliert. Diskutiert wurden Positionen im Finanzhaushalt. Bei der Sanierung des Schulhofs (20 000 Euro) bleibt laut Hauptamtsleiter Mike Lauble nur die Möglichkeit, den Hof Stück für Stück zu sanieren. Im ersten Schritt würden die beiden Betonumrandungen der ehemaligen Bäume entfernt sowie deren Wurzeln abgefräst. „Bis zum Jubiläum im Sommer soll alles so weit sein, dass die Fläche bestuhlt und begangen werden kann“, so Lauble.
Ein weiterer Punkt waren die Straßen. „Die 1,1 Millionen Euro aus dem Infrastrukturpaket hören sich in der Beantragung unkompliziert an“, schickte Markus Neumaier voraus. Für die Straßensanierung könne das Geld verwendet werden, wie es mit den Leitungen im Untergrund aussehe, müsse geprüft werden. Die Planung der Kreuzstraße wurde mit 75 000 Euro angesetzt, die Sanierung der Steigstraße ebenfalls. Gemeinderat Fabian Witt (CDU) plädierte für einen höheren Ansatz im Außenbereich und das Verschieben der Kreuzstraße. Letztendlich verständigte sich das Gremium auf einen höheren Ansatz (50 000 Euro), für die Steigstraße wird nun ein Ausgleichsstockantrag gestellt.
Hubert Kinast (CDU) erinnerte an die Verlängerung der Eugen-Klaussner-Straße, die bereits fertig geplant sei. Deren Bau wird in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen. Am Ende des Jahres könnte eine Darlehensaufnahme in Höhe von knapp 617 000 Euro stehen, der Haushaltsbeschluss folgt im Januar 2026.
Neuer Traktor
Die Notwendigkeit eines neuen Izeki-Traktors für den Bauhof (65 000 Euro) schilderte Mitarbeiter Alexander Krämer. Der bisherige sei 20 Jahre alt und habe bereits 6000 Betriebsstunden. Mit der Wahl des gleichen Modells könnten alle Zusatzgeräte weiter genutzt werden.