Sechstes Europa-League-Heimspiel, sechster Sieg: Der SC Freiburg hat mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen Celta Vigo die Tür zum Halbfinale weit geöffnet.
Sollte der Freiburger Cheftrainer Julian Schuster in den Minuten vor dem ersten Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte nervös gewesen sein, so ließ er sich das zumindest äußerlich nicht anmerken. Mit einem breiten Grinsen scherzte er mit RTL-Moderatorin Laura Papendick und Experte Lothar Matthäus, kurz darauf redete er gut gelaunt mit dem Schiedsrichter.
Und dennoch war im Europa-Park-Stadion am Donnerstagabend eine ganz besondere Stimmung mit einer Portion Extra-Anspannung zu spüren, als das Viertelfinale in der Europa League gegen Celta Vigo angepfiffen wurde.
Den besseren Start in die Partie hatten vor den Augen von Ex-SCF-Trainer Christian Streich die Gastgeber. Nach fünf Minuten standen bereits drei Abschlüsse und eine knapp verpasste Hereingabe zu Buche.
Grifo trifft früh zum 1:0
Dass es bereits nach zehn Minuten 1:0 für den SC Freiburg stand, war angesichts der extrem dominanten Anfangsphase hochverdient. Rekordtorjäger Vincenzo Grifo traf aus gut 18 Metern aus halblinker Position unhaltbar ins lange Eck und belohnte früh die Mühen des Sport-Clubs zu Beginn.
Celta Vigo in Durchgang eins ohne Chance
Erst nach dem Gegentreffer meldeten sich auch die Gäste aus Spanien, die für ballbesitzorientierten Fußball stehen, an. Die Freiburger verteidigten phasenweise mit elf Mann in der eigenen Hälfte – gerieten defensiv jedoch kaum in Bedrängnis. Stattdessen schlugen sie in der 32. Minute erneut eiskalt zu. Igor Matanovic wurde in den Strafraum geschickt und legte aus spitzem Winkel überlegt quer. Am kurzen Pfosten konnte Jan-Niklas Beste ohne Mühe zum 2:0 einschieben.
Johan Manzambi trifft nur den Pfosten
Nur zwei Minuten später hätte Johan Manzambi fast das dritte Tor nachgelegt. Doch sein Schuss aus gut acht Metern klatschte vom rechten Pfosten zurück ins Feld. Es war ein echter Wirkungstreffer für die Spieler von Celta Vigo, die mit dem 0:2 zur Pause fast schon gut bedient waren. Die Freiburger waren die klar bessere Mannschaft.
Nach der Pause wurde die Partie zunächst ausgeglichener. Fast schon regelmäßig wechselten sich die Ballbesitzphasen der beiden Kontrahenten ab. Celta Vigo hatte nun etwas mehr vom Spiel. Richtig gefährlich wurden die Spanier allerdings nicht. Ein Fernschuss des Ex-Leverkuseners Borja Iglesias übers Tor war die erste nennenswerte Gäste-Chance.
Ginter macht Deckel drauf
Allerdings: Auch der SC Freiburg tat sich in Durchgang zwei in der Offensive phasenweise schwer. Mal fehlte die letzte Präzision beim Pass in die Spitze, mal wurde zu spät der Abschluss gesucht. Und so musste in der 78. Minute eine Standardsituation her: Innenverteidiger Matthias Ginter traf nach Beste-Ecke zum 3:0 und stieß damit die Tür zum Europa-League-Halbfinale ein gutes Stück weit auf.