Die extra für diesen Anlass zusammengetrommelte Guggenmusik Blechschada erobert die Bühne Foto: Fahrland

Brauchtum, Showtanz und „Blechschada“ wurden in Sigmarswangen mit Trompeten, Trommeln und Posaunen gefeiert.

Ein buntes Bühnenprogramm, ein „Blechschada“ mit 26 Beteiligten, beste Stimmung und Barbetrieb prägten den Brauchtumsabend am Samstag beim Jubiläumswochenende „30 Jahre Narrenzunft Sigmarswangen“.

 

Die Narrenzunft Sigmarswangen, Musikgruppen, Gastzünfte und die „Amazonas Partyband“ legten sich für gute Unterhaltung mächtig ins Zeug. Brauchtum mit Zunftvorstellungen, Narrentänze und Showtänze der Garden bildeten ein abwechslungsreiches Programm. Live-Musik zum Feiern, Tanzen und Mitsingen durfte dabei nicht fehlen.

Eröffnung ist Ehrensache

Für die „Mofängerzunft“ war es Ehrensache, den bunten Reigen mit der Vorstellung aller Hästräger und den Auftritten ihrer Tanzgruppen zu eröffnen. Zunftpräsident Timo Bossenmaier sprach mit großem Stolz vom Bauer als Einzelfigur, den umtriebigen Stoagwaldmale und den Mofängern, deren einzigartige Maske überall wiedererkannt werde. „Seit 30 Jahren dabei und fit wie eh und je“, lobte Bossenmaier die Initiatoren der Zunft, Bernd Baiker und Ortwin Hezel, die als Narrenräte einmarschierten und zu vorgerückter Stunde als Guggenmusiker an der großen Trommel und der Helikontuba Furore machten.

Guggenmusik als „Weltpremiere“

Als „Weltpremiere“ von Moderator Lothar Steinwand angekündigt, eroberte die eigens für diesen Anlass zusammengetrommelte Guggenmusik „Blechschada“ die Bühne auf Anhieb. Von Oliver Haist initiiert und von Thilo Leicht geleitet, durfte die hochmotivierte Gruppe einen sensationellen Erfolg verbuchen. Die Fans saßen, standen und jubelten dicht gedrängt und hielten den Augenblick für die Ewigkeit fest.

Die Zünfte Altheim und Villingendorf gaben Einblick in die Entstehung und Eigenheiten ihrer originellen Narrentypen. Rössle und Treiber von Villingendorf zeigten ihre Kunst, die Garde tanzte in Bestform, die Habermüasler und Saier schlossen sich mit ihrem ersten Brauchtumstanz an.

Der „Lollipop“-Showtanz der Narrenzunft Betra bestach mit akrobatischen Türmen und Pyramiden, Tempo und Ausdauer. Die „Kandldabber“ heizten die Stimmung musikalisch an. Die Garde Altheim schaffte bei ihrer Nummer „Let the Adventure Begin“ zwei Kostümwechsel in kurzer Zeit und erntete für ihre getanzte Reise von „Bella Napoli“ über den Orient bis zum Strand den hochverdienten Applaus.

Gekonnt inszenierten die 17 Piraten der Narrengilde Göttelfingen den „Fluch der Karibik“ mit allen Raffinessen. Die Narrenzunft Sulz schloss das Programm mit dem Hexentanz.

„Das war ja der absolute Wahnsinn“ jubelte Moderator Lothar Steinwand über die Höchstleistung aller am Programm Beteiligten. Wie in jeder Umbaupause kam die „Amazonas Partyband“ erneut zum Einsatz und lud zum Feiern ein. Weitere Gäste waren die Narrenzünfte Altoberndorf und Stockerbachtal, die Eyachtaler Sumpfgeister und die Mönchsgrabenhexen Rangendingen.

Die Ausschussmitglieder der Gastgeberzunft zeigten sich gegen Ende der dreitägigen Großveranstaltung und nach dem Jubiläumsumzug „überwältigt von so viel Zulauf“, dankbar für die „mega Stimmung“ und stießen auf ein gelungenes Wochenende an.