Die Traditionsveranstaltung des Münchweierer Landschaftsverein war auch in diesem Jahr ein Erfolg. 30 Buden boten es alles rund um das Thema Garten und Botanik an.
Obwohl die Frühlingssonne nur für neun Grad gesorgt hatte, entwickelte sich auch in diesem Jahr eine kleine Völkerwanderung zur Münchweierer Pflanzenbörse. Die wird schon seit Jahrzehnten vom örtlichen Verein für Obstbau, Garten und Landschaft veranstaltet – mit immer mehr Besuchererfolg.
Seit dem Umzug auf das Gelände der Winzergenossenschaft am Ortsrand haben es viele auswärtige Gäste noch einfacher, anzureisen – und genießen dort ohne Angst vor Regen auch etwa die warme Winzerhalle samt Stube. Schon vor offizieller Eröffnung um 11 Uhr war der Besucherbetrieb gestartet, bevor noch manche der heuer insgesamt 30 aufgebauten Stände fertig bestückt waren. Schließlich galt es, attraktive Pflanzen-Schnäppchen zu entdecken und zu ergattern. Die privaten Anbieter hatten ihre Gärten oder Treibhäuschen mit eingetopften Pflanzen oder allerlei Ablegern ausgelichtet, andere mit professionellerer Motivation dazu etwa auch Spezialsamen und Pflanzen geboten. Ein Rundgang konnte jeden Blumenfreund hell begeistern.
Neben heimischen Blumen wurden auch exotische Pflanzen angeboten
Da ließen sich günstig etwa Kaukasus-Vergissmeinnicht, Akelei, Schneeglöckchen, Frauenmantel, Rosenstauden, brauner Storchenschnabel oder zarte Schlüsselblumen erstehen. Sogar gelbe Fetthennen, nesselblättrige Glockenblumen fanden hier ihre neuen Besitzer, auch einige Yucca-Palmen, subtropische Aloe vera und Philodendrons sowie allerlei Kräuter und Gewürzpflanzen.
Auch im ausgeräumten Halleninneren der Winzergenossenschaft schlenderte das Publikum um private und kommerzielle Buden herum. Hier wurden allerlei handgefertigte und liebevoll gestaltete Dekorationen angeboten. Als weitere pfiffige Geschenkideen fanden sich etwa Gestricktes von Schwarzwaldmützen bis Handstulpen, Praktisches von Töpferwaren bis zu großen Holzbrettern, fantasievoll bemalte Kiesel, Glückwunschkarten oder Duftsalben. Der Deko-Schmuck kam in Münchweier nicht vom Fließband, so etwa handgefertigte Ohr- und Halshänger mit darin eingearbeiteten Pflänzchen. Und wer auf Nostalgie ohne Wasseranschluss stand, konnte sich für eine Waschgarnitur mit Krug und Schüssel interessieren oder eine stromfreie Kaffeemühle drehen.
Unter den zahlreich befragten Besuchern ließ sich kaum jemand finden, der nicht an einem der Stände länger verharrt und nichts zum Heimnehmen entdeckte.
Die Organisatoren freuen sich über den großen Besucheransturm
Die meisten fanden etwas – ob kleine Deko für den Garten oder große Topfplatten wie etwa Mahlbergs Stadträtin Ulrike Kesselring. Familienvater Marco aus Kippenheimweiler hatte sich dagegen in einen nahezu kindergroßen Stoff-Gartenzwerg verguckt. Der wird, versicherte er lachend, im Winter dann ins Haus dürfen.
Schon am Spätnachmittag zeigte sich Edeltraud Breig als Chef-Organisatorin der Pflanzenbörse mitsamt einem 15-köpfigen Helferstamm begeistert vom Publikumserfolg samt neuem Budenrekord. Längst habe man weit über Ettenheims Grenzen hinaus ein Publikum gefunden, auf dessen Treue man sich bei jeder Wetterlage verlassen könne. Das schönste Kompliment einer Besucherin: Jeder Gast sei mit einem Lächeln im Gesicht gegangen.