Im Bad Wildbader Johanneshaus sind 29 der 111 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolfoto) Foto: Weller

Positiv getestete Bewohner größtenteils ohne Symptome. Mitarbeiter sind laut Leitung gut auf Ernstfall vorbereitet.

Das Coronavirus ist im Johanneshaus in Bad Wildbad angekommen: Mehrere Bewohner sind positiv getestet worden. Doch die Einrichtung ist vorbereitet.

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Bad Wildbad - "Wir wussten, dass dieser Fall irgendwann eintreten wird. Dank umfassender Schulungen und weitreichender Hygienemaßnahmen ist unser Team aber bestens vorbereitet", stellte Anneli Zenker, Geschäftsführerin und Einrichtungsleitung des Johanneshauses Bad Wildbad, angesichts erster aufgetretener Infektionsfälle in ihrer Einrichtung klar.

Bei den regelmäßigen Testungen seien im Johanneshaus Bad Wildbad von 111 Bewohnern 29 positiv getestet worden. Einer von ihnen zeige leichte Symptome, alle anderen seien weitestgehend beschwerdefrei, heißt es in einer Mitteilung der Einrichtung. Die positiv getesteten Bewohner würden in zwei autarken Wohnbereichen getrennt von den nicht infizierten betreut und versorgt. Ebenso seien sieben Mitarbeiter positiv getestet worden, die sich seitdem in häuslicher Quarantäne befänden.

Umfassender Pandemieplan

Seit März vergangenen Jahres Jahres gelte ein umfassender Pandemieplan, so Zenker weiter, der anhand der gesetzlichen Vorgaben durch die Landesregierung und das zuständige Gesundheitsamt laufend überprüft und angepasst worden sei. Alle Mitarbeiter wurden in Bezug auf das Verhalten bei Coronaverdacht unterwiesen und eingehend geschult. Abstandsregeln seien, soweit dies in der Pflege und Therapie möglich ist, konsequent eingehalten, therapeutische Angebote unter Wahrung des Sicherheitsabstands aufrecht erhalten worden. Schutzausrüstung sei zunächst in Eigenregie organisiert, später unter anderem auch über den Landkreis zur Verfügung gestellt worden.

"Es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass im Johanneshaus bis auf die kurze Zeit der staatlich angeordneten Besuchsverbote zu Beginn der Pandemie der Besuch unserer Bewohnerinnen und Bewohner zwar unter strengen Hygieneanforderungen, aber ansonsten immer möglich war und ist", führt Zenker aus. Hierzu habe man schon im vergangenen Sommer einen eigenen und gesondert zugänglichen Besucherbereich geschaffen, in dem Angehörige nach vorheriger Testung ihren Heimbewohner treffen können.

Keine Fälle in weiteren Einrichtungen

"Entsprechend der landesgesetzlichen Vorgaben wurden und werden alle Bewoh-nerinnen und Bewohner getestet, sobald auch nur erste Anzeichen für eine mögliche Infektion vorliegen. Mitarbeitende wurden zweimal wöchentlich getestet oder nach mehrtägiger Abwesenheit jedes Mal, bevor sie wieder ihren Dienst angetreten haben. In der jetzt eingetretenen Infektionssituation wird grundsätzlich jeder Mitarbeitende jeweils vor Antritt seines Dienstes getestet", weist die Einrichtungsleiterin auf die strengen Maßnahmen hin, die seit geraumer Zeit gelten. Besonders lobte Zenker die kooperative Zusammenarbeit der vergangenen Wochen mit dem Gesundheitsamt beim Landkreis Calw.

"Unsere Mitarbeitenden stehen seit Monaten unter erheblichem Druck", fügt Zenker hinzu. "Ihnen gilt ein besonderer Dank für ihren großen Einsatz und ihr Engage-ment. Sie stellen sich trotz der vorhandenen Infektionsgefahr Tag für Tag verantwortungsbewusst ihrer Aufgabe zum Wohle unser Bewohnerinnen und Bewohner."

In den beiden weiteren Einrichtungen der Gruppe, der Johannesklinik Bad Wildbad und dem Johanneshaus Bad Liebenzell-Monakam gibt es aktuell keine ­Infektionsfälle.

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