Auf dem Dach des Rathaus im Stühlinger befindet sich bereits eine PV-Anlage. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Um das Ziel der klimaneutralen Stadt 2035 erreichen zu können, will Freiburg verstärkt auf Photovoltaik setzen und den Ausbau fördern.

Mit dem Solarsommer möchte Freiburg seinem Ziel der Klimaneutralität ein weiteres Stück näherkommen: Verglichen mit 2020 muss sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik bis 2030 verfünffachen. In Zahlen bedeutet das eine Steigerung von fast 200 Gigawattstunden – von derzeit 96 auf 280 Gigawattstunden. Beste Voraussetzungen biete dabei das lokale Klima: Mit knapp 2700 Sonnenstunden pro Jahr gehört Freiburg zu den sonnigsten Städten Deutschlands. Dieses Potenzial wolle die Stadt nun noch effektiver nutzen.

 

Bereits 2023 hat die Stadt ihre Photovoltaik- und Windkraftoffensive vorgestellt. Seitdem ist der Ausbau der Windkraft mit neuen Anlagen auf der Holzschlägermatte, dem Taubenkopf und dem Rosskopf deutlich vorangekommen. In den kommenden Monaten und Jahren richtet sich der Fokus verstärkt auf Freiburgs Dächer, um mehr Solarenergie zu erzeugen und die Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.

Freiburg will Solarenergie stärken

„Bereits in den 1990er-Jahren setzte Freiburg mit dem ‚Solarpfennig‘ wichtige Impulse zur Förderung erneuerbarer Energien. An diese Pionierrolle wollen wir wieder anknüpfen und das große Potenzial der Solarenergie auf unseren Dächern konsequent nutzen“, erklärt Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit. Freiburg startet in den Solarsommer, „mit dem wir Unternehmen, Stadtgesellschaft und Initiativen für diesen Weg gewinnen wollen. Das soll unsere Solaroffensive beschleunigen.“

Deshalb will die Stadt mit dem Solarsommer Freiburger bei ihrer privaten Energiewende unterstützen. Das „Solarmobil“, ein Info- und Mitmachfahrzeug, ergänzt die bestehende Quartiersarbeit. Bis Ende Oktober besucht der mobile Fahrradanhänger verschiedene Veranstaltungen.

Schulen sollen miteingebunden werden

Unabhängige Fachleute beraten vor Ort zu Photovoltaik, Fördermöglichkeiten und den ersten Schritten zur eigenen Solaranlage. Und die sei inzwischen mehr als nur die Photovoltaik-Module auf dem Dach und der Batterie-Speicher im Keller. Mehr Informationen dazu finden sich auch online unter www.freiburg.de/solar.

Außerdem bringt der Solarsommer das Thema Sonnenenergie an Freiburgs Schulen. Fortbildungen unterstützen Lehrer dabei, passende Unterrichtsmaterialien vorzubereiten und Solarenergie langfristig im Lehrplan zu verankern. Öffentliche Mitmachformate ergänzen das Angebot ab: Geplant sind Radtouren, Spaziergänge, Infostände und DIY-Workshops – bei Letzteren lernen Erwachsene und Jugendliche beispielsweise, ihre eigenen kleinen Balkonkraftwerke zu bauen. Ein zentraler Kalender unter www.freiburg.de/soso bündelt alle Veranstaltungen.