Der 28. Assa Abloy Albstadt-Bike-Marathon-war eine matschige Angelegenheit. Es gab einen Rekord und wieder zahlreiche Zuschauer an der Strecke, die es den Mountainbikern erleichterten sich ihren Weg ins Ziel zu bahnen. Schnellster der 1700 Fahrer war Favorit Matthias Alberti.
Mit einer Zeit von 2:52,07 Stunden hat Matthias Alberti den Sieg beim 28. Albstadt-Bike-Marathon nach Österreich geholt und sich gegen rund 1700 weitere Fahrer beim Mountainbike-Klassiker in Albstadt durchgesetzt.
82 Kilometer bei nicht ganz einfachen Bedingungen
Nicht zu warm, nicht zu kalt, die Strecke nicht zu trocken aber auch nicht zu nass – trotz ordentlichem Wetter konnte am Samstag kein neuer Streckenrekord auf der 82 Kilometer langen Mountainbike-Strecke rund um Albstadt aufgestellt werden. Eine Besonderheit gab es aber in der Tandem-Wertung.
Spannender Dreikampf an der Spitze
Von Anfang an zeigte sich am Samstag, wer das Rennen machen würde. Schon wenige Meter nach dem Start setzen sich Matthias Alberti (Team bergankunft.at), Matthias Bettinger (Singer Racing Team) und Simon Schneller (Team Bulls) von den rund 1700 Verfolgern ab. Die Führung konnten die drei bis zuletzt aufrechterhalten, wenn es doch auch immer wieder Wechsel in der Reihenfolge gab.
Kopf-an-Kopf an der Sprungschanze
An der alten Sprungschanze in Onstmettingen waren Bettinger und Alberti gleichauf – Schneller lag lediglich 0,2 Sekunden dahinter. Dort starteten wenige Minuten vor Eintreffen der Langstrecken-Spitze auch die Hobby-Fahrer auf der Kurzstrecke und des E-Mountainbike Fun-Race ins Rennen.
Rund zehn Kilometer weiter in Laufen schaffte es Bettinger etwa drei Sekunden auf Alberti gut zu machen – doch angeführt wurden beide hier von Schneller mit ebenfalls drei Sekunden Vorsprung. Auf der Zielgeraden zogen alle drei nochmal an, kämpften sich an E-Bike- und Kurzstreckenfahrern vorbei und kamen – sieben Minuten langsamer als der Vorjahressieger – im Ziel an.
Favorit hat die Nase vorn
Der 36-jährige Favorit Matthias Alberti (2:52:04,2) setzte sich letztendlich knapp gegen Matthias Bettinger (2:52:06,0) und Simon Schneller (2:54:16,8) durch.
Julie Koch dominiert bei den Frauen
Bei den Frauen zeigte sich weniger Knappheit: Julie Koch (Team Sülzle Baukonzept - Sport Mabitz) setzte sich gleich zu Beginn von ihren Mitstreiterinnen ab und schaffte es mit einer Zeit von 3:29:19,0 Stunden ins Ziel. Ihr folgten Selina Mink (3:31:59,1) vom Team RSV Fischerbach/Ritzelrocker und Svenja Betz (3:33:11,0) aus Nordheim. Neben der Overall-Wertung der Langstrecke wurde auch in diesem Jahr wieder die Sprint-Wertung an der Sprungschanze bergauf gemessen. Dort überzeugte Luis Baumeister (SC Unterensingen) mit 15,4 Sekunden, gefolgt von Jan Rampserger (Team Maler Lorch) mit 16,4 Sekunden und Luca Schwieder (Team Rebi Custom Bikes) mit 18,6 Sekunden. Bei den Frauen lag ebenfalls eine Baumeister vorne: Anja, die Schwester von Luis schaffte es auf 25,6 Sekunden, gefolgt von Julie Koch (26,1) und Svenja Betz (29,5).
Jochen Käß fährt in der Hobbyklasse mit
Unter die rund 1700 Fahrer mischte sich auch ein altbekanntes Gesicht. Jochen Käß, mehrfacher deutscher Meister und mit fünf Siegen in der Gesamtwertung nach Karl Platt der zweitbeste Fahrer bei der Bike Transalp, beendete 2020 seine Karriere. In Albstadt startete er dennoch – wenn auch in der Hobbyklasse. Er holte mit 3:18:23,4 Stunden den 10. Platz in der Gesamtwertung.
Inoffizielle Albstadtmeister werden gekürt
Inoffiziell wird seit Jahren auch der Albstadtmeister gekürt. Diesen Titel holte sich Julian Kempf (3:02:09,2). Bei den Frauen schaffte es Alisa Colditz (3:47:49,5). Erstmals schaffte es ein Tandem ganz knapp an die Drei-Stunden-Marke. Stephan Wolfer und Torsten Marx – beide bereits mehrfach alleine in Albstadt mitgefahren - stellten die Bestzeit von 3:02:56,1 auf. Damit kamen sie auf der Langstrecke sogar unter die Top 10 – was bislang kein Tandem schaffte. Erst eine Stunde später schafften es Marco Schlüter und Norbert Hirt (4:00:25,2). Steffen Speißer und Florian Hirt (4:56:13,9) – Schwager und Sohn von Norbert Hirt – belegten auf dem Tandem Platz drei.