Die Bergwacht Schwarzwald hatte einen Einsatzreichen Jahresbeginn. (Symbolfoto) Foto: Bergwacht Schwarzwald

Seit Jahresbeginn hatte die Bergwacht Schwarzwald 266 Einsätze. Die Einsatzkräfte waren in schwierigem Terrain gefragt.

Geöffnete Skilifte und präparierte Loipen sorgten zum Jahresbeginn erneut für ein hohes Einsatzaufkommen. Einsatzschwerpunkt war der Feldberg mit insgesamt 122 Einsätzen. Aber auch die benachbarten Ortsgruppen im Südschwarzwald waren stark gefordert, darunter Notschrei (23 Einsätze), Furtwangen (13) und Wieden (10).

 

Im Nordschwarzwald verzeichneten die Ortsgruppen entlang der Schwarzwaldhochstraße ebenfalls eine hohe Einsatzdichte: Zwischen den Wintersportgebieten Kniebis und Mehliskopf fielen insgesamt 43 Einsätze an.

Viel los am Feldberg

Allein am Wochenende vom 24. und 25. Januar rückten die Bergretter am Feldberg zu 21 Einsätzen aus. Neben den klassischen Verletzungsmustern wie Frakturen nach Stürzen wurden zunehmend auch internistische Notfälle auf oder neben den Pisten versorgt. Auffällig war dabei, dass sich der Einsatzschwerpunkt an diesem Wochenende vor allem auf die Anfängerpisten am Seebuck verlagerte und weniger auf die anspruchsvolleren Abfahrten.

Zwischen dem 21. und 23. Januar betreute die Bergwacht den Para Weltcup am Feldberg. Bereits am Trainingstag am Mittwoch, den 21. Januar, stürzte ein Rennteilnehmer aus Kanada schwer. Die Bergwacht übernahm die notfallmedizinische Erstversorgung direkt auf der Piste und transportierte den Athleten anschließend mit dem Rettungsschlitten ins Tal.

Viel zu tun für die Bergwacht-Ortsgruppe Notschrei

Die Bergwacht-Ortsgruppe Notschrei übernahm in den ersten Wochen des Jahres bereits acht Termine der Veranstaltungsbetreuung, darunter den Para Biathlon-Weltcup sowie die Schwarzwaldmeisterschaften im Skilanglauf, jeweils am Notschrei. Von den insgesamt 23 Einsätzen entfiel der Großteil auf verunfallte Wintersportler. Darüber hinaus kam es wiederholt zu Einsätzen mit Schlittenfahrern, überwiegend Kindern, die sich häufig infolge von Zusammenstößen verletzten.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht Schwarzwald sind ehrenamtlich im Einsatz. (Symbolfoto) Foto: Silas Stein/dpa

So wurde die Bergwacht am Sonntag, 25. Januar, zu einem verletzten sechsjährigen Jungen am Haldenköpfle gerufen. Das Kind war mit dem Schlitten gegen eine Holzabsperrung geprallt. Nach der Erstversorgung auf der Piste transportierten die Einsatzkräfte den Jungen zur Übergabe an den Rettungsdienst.

Schlittenunfälle in Herrischried

Auch die Bergwacht Todtmoos war am Sonntag, 25. Januar, aufgrund von Schlittenunfällen im Einsatz. Am Schlittenhang in Herrischried prallte ein zehnjähriger Junge gegen die Begrenzung des Hangs und musste notfallmedizinisch versorgt werden. Kurz darauf stürzte ein dreijähriges Mädchen mit ihrem Schlitten und benötigte ebenfalls die Hilfe der Bergwacht.

Einsatz in der Ravennaschlucht

Die Bergwacht-Ortsgruppe Hochschwarzwald verzeichnete in den ersten Wochen des Jahres insgesamt acht Einsätze, überwiegend für gestürzte Skifahrer. Am Freitag, 23. Januar, wurde die Ortsgruppe zudem zu drei hilflosen Personen in die Ravennaschlucht alarmiert. Die Touristen waren auf einem vereisten Pfad unterwegs und konnten aufgrund der Glätte nicht mehr sicher weitergehen.

Bergretter helfen in der Ravennaschlucht. (Symbolfoto) Foto: Silas Stein/dpa

Die Bergretter machten die drei Personen ausfindig und begleiteten sie mithilfe von Grödeln (leichten Steigeisen) bis zum Bergrettungsfahrzeug. Für den stark vereisten Untergrund mussten die Einsatzkräfte selbst mit Steigeisen ausgerüstet sein, um sich sicher fortbewegen zu können.

Die Bergwacht empfiehlt, Touren sorgfältig zu planen, ausgewiesene Winterwanderwege zu nutzen und sich vorab bei den örtlichen Tourist-Informationen über die aktuellen Wegeverhältnisse zu informieren.

Gestürzter Wanderer bei Staufen

Am Dienstag, 20. Januar, wurden die Bergwacht-Ortsgruppen Münstertal und Sulzburg gegen Mittag zu einem gestürzten Wanderer bei Staufen alarmiert. Der Mann war auf einem schmalen Wanderpfad ausgerutscht und eine Böschung hinabgestürzt. Aufgrund seiner Verletzungen war es ihm nicht möglich, das Gelände selbstständig zu verlassen.

Die Bergwacht transportierte den Wanderer mithilfe einer Gebirgstrage und unter Seilsicherung aus dem unwegsamen Gelände und übergab ihn anschließend an den Rettungsdienst.