Der neu erstellte qualifizierte Mietspiegel für Haiterbach wurde jetzt im Gemeinderat vorgestellt. Einen Diskussionsbedarf sah das Gremium bei diesem Thema nicht.
Der Gutachteraussschuss Oberes Nagoldtal hatte gemeinsam mit den Kommunen Haiterbach, Nagold, Ebhausen und Rohrdorf in Zusammenarbeit mit dem EMA Institut einen neuen qualifizierten Mietspiegel ausgearbeitet. Während der Mietspiegel im Jahr 2023 anhand des Verbraucherpreisindexes auf Basis der Ersterfassung 2020 fortgeschrieben wurde, ist nun noch mal eine komplett neue Datenerfassung erfolgt.
In der Sitzung ging Oliver Trinkaus, Leiter des EMA-Institut in Regensburg, auf die Rahmenbedingungen der Erstellung ein. Berücksichtigt würden die Nettokaltmieten der letzten sechs Jahre. Und da Bestandsmieten, nicht Angebotsmieten. Der Mietspiegel sei dazu da, um Bestandsmietverhältnisse anzupassen. Er sei nicht Grundlage, neue Angebote festzulegen.
2730 Wohnungen in Haiterbach
Knapp 17 000 Wohnung gibt es in den beteiligten Kommunen, davon sind 7000 Mietwohnungen. In Haiterbach selbst gibt es 2730 Wohnungen. 1600 werden von den Eigentümern genutzt, 963 sind vermietet und 14 sind private genutzte Ferien- und Freizeitwohnungen. 154 Wohnungen sind leerstehend.
3750 Haushalte habe man für die Erhebung angeschrieben. Von 40 Prozent habe man Antworten erhalten. Dieser Wert sei höher als bei der ersten Erhebung, weil Bürger inzwischen zur Teilnahme verpflichtet seien. Man habe aber weder eine Erinnerung geschickt, noch habe man mit Bußgeldern gedroht.
7,62 Euro je Quadratmeter
Seit Einführung des Mietspiegels vor fünf Jahren sind die Durchschnittskaltmieten in Haiterbach um 26,7 Prozent gestiegen. Die Preise je Quadratmeter stiegen von 6,06 auf 7,62 Euro.
Nach Darstellung von Trinkaus ist dies aber nicht außergewöhnlich. „Im Schnitt steigen Mietpreis pro Jahr um fünf Prozent“, sagte Trinkaus.
Ein Beschluss des Gremiums war nicht vorgesehen. Der Gemeinderat folgte somit der Sitzungsvorlage, die beschrieb, dass man die Ausführungen zum Mietspiegel zur Kenntnis nehme. Wortmeldungen sowie weitere Ausführungen gab es weder aus dem Gremium noch seitens der Verwaltung.