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250 tote Puten in Leutenbach Versetzten Aktivisten Tiere in Panik?

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Puten sind leicht zu erschrecken - in Leutenbach versetzten Unbekannte die Tiere in Panik, etwa 250 verendeten. (Symbolbild) Foto: dpa

Leutenbach/Ilshofen - Unbekannte sind am Wochenende gleich zweimal in eine Putenfarm in Leutenbach (Rems-Murr-Kreis) eingebrochen. Während beim ersten Einbruch lediglich Sachschaden an einer Tür entstand, hatte der zweite Einbruch in der Nacht von Sonntag auf Montag gravierende Folgen. Weil die Eindringlinge wohl eine Massenpanik unter den Tieren auslösten, verendeten etwa 250 Puten.

Wie die Polizei mitteilt, stellte der Betreiber der Putenfarm am Sonntagabend fest, dass Unbekannte in der Zeit zwischen 19 Uhr und 20 Uhr gewaltsam in ein Stallgebäude eingedrungen waren. Die Eindringlinge hatten mit einem Stein auf die Türklinke eingeschlagen, um in den Stall zu gelangen. Die mehreren Tausend Jungputen im Stall blieben jedoch unversehrt. Entwendet wurde vermutlich nichts.

Ob es dieselben Unbekannten waren, die in der Nacht auf Montag kurz vor Mitternacht erneut in den Hof eindrangen, ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass die Eindringlinge in einem Außenstall, in dem sich mehrere Hundert Puten befanden, eine Massenpanik unter den Tieren auslösten. Etwa 250 Puten verendeten.

Zusammenhang mit Vorfall in Ilshofen?

Möglicherweise könnte der Vorfall in Leutenbach mit einem gewaltsamen Einbruch in einen Putenstall in Ilshofen (Kreis Schwäbisch-Hall) in derselben Nacht zusammenhängen. Die drei Tatverdächtigen bestreiten jedoch, "dass sie etwas mit Leutenbach zu tun haben", wie ein Sprecher der Polizei erklärt.

In Ilshofen erwischte ein 36 Jahre alter Stallbetreiber drei Aktivisten beim Filmen der Tiere, als er in der Nacht von Sonntag auf Montag nach einem Alarm im Stall nach dem Rechten sah. Die Eindringlinge flüchteten. Der Landwirt verfolgte sie und hielt einen 27-jährigen Mann fest, der sich mit Pfefferspray wehrte. Dabei wurde der Landwirt leicht verletzt.

Die drei Tierschützer müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die 19, 22 und 27 Jahre alten Aktivisten wurden am Montag vorläufig festgenommen, wie die Polizei in Aalen mitteilte. Es geht um Vorwürfe des Hausfriedensbruchs und der Körperverletzung.

Die Polizei nimmt Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 07195/6940 entgegen. Insbesondere interessiert sich die Polizei dafür, ob im Bereich Leutenbach Fahrzeuge mit Tübinger Zulassung (TÜ-) aufgefallen sind, da die Tatverdächtigen in Ilshofen Angaben zufolge aus Tübingen stammen und mit einem Fahrzeug mit Tübinger Kennzeichen unterwegs waren.

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