Pfarrer Dieter Mayer segnet die von Kerzenmeister Berthold Schwarz gehaltene Kerze zum Gedenken an die Verstorbenen der Schäferzunft. In der Mitte: Zunftmeister Martin Beuter. Foto: Carola Lenski

Die älteste Vereinigung im ganzen Haigerlocher Stadtgebiet feiert am Montag, 27. Oktober, im Trillfinger Vereinsheim einen ganz besonderes Ereignis.

Auch wenn der noch im Originalzustand erhaltene Stiftungsbrief auf das Jahr 1780 datiert, so gibt es die Zunft – eine der wenigen Bruderschaften die nicht nur Schäfern offen steht – doch schon seit 1777.

 

Die Zunft verehrt den Heiligen Wendelin, der im sechsten Jahrhundert als Missionar im Bistum Trier tätig war. Er gilt als Patron der Schäfer, Bauern und insbesondere des Viehs, er wird aber auch um eine gedeihliche Witterung und gute Ernte angebetet.

Der Jahrtag beginnt mit einem Gottesdienst

Der Schäferjahrtag folgt einem im Stiftungsbrief klar festgelegten Ritual. Zunächst ist ein Seel- und Lobamt, indem der Zunft- und der Kerzenmeister (Martin Beuter und Berthold Schwarz) zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder der Zunft, eine Kerze entzünden. Die Gedenkmesse findet ab 18 Uhr in der Valentinskirche (die Wendelinskapelle ist noch gesperrt) statt und wird vom früheren Trillfinger Pfarrer Dieter Mayer gehalten.

Film von der Trillfinger 750-Jahr-Feier

Danach ist ab etwa 19.30 Uhr Rechnungsabhör im Vereinsheim. Für dessen musikalische Umrahmung sorgt der Männergesangverein „Eintracht“ Trillfingen. Außerdem kommen die Gäste des Jahrtags an diesem Abend in einem ganz besonderen Genuss: Es wird nämlich der Film gezeigt, der in diesem Sommer bei der Feier zur Ersterwähnung Trillfingens vor 750 Jahren entstanden ist.