Beim 24. Super-Cup des SV Althengstett setzt sich der Titelverteidiger VfL Nagold im Finale gegen die SV Böblingen durch. Ein A-Ligist überrascht.
Wenn der SV Althengstett in einem Jahr zum 25. Mal seinen Super-Cup austrägt, kann der VfL Nagold den XXL-Pokal gleich wieder mitbringen. Denn der hat nun im Endspiel der 24. Auflage des Hallenfußballturniers gegen die SV Böblingen die Mission Titelverteidigung erfolgreich erfüllt. Knapp, aber nicht unverdient.
Das goldene Tor im Finale erzielte Christos Thomaidis nach rund drei Minuten nach perfektem Zuspiel von Berk Özhan. Das Spiel blieb bis zur letzten Sekunde offen. Felix Widmann, Tom Walz und Christian Bildl hatten Chancen auf eine Verlängerung auf dem Fuße.
Ein Farbtupfer
Im kleinen Finale stellte sich der FSV Deufringen als echter Farbtupfer vor – nicht nur was die Trikots betraf. Der A-Ligist zeigte sich schon in der Vorrunde hoch motiviert und brachte die gute Stimmung im Team auch spielerisch auf das Parkett. Gegen den Bezirksligisten SV Leonberg/Eltingen machte sich im Spiel um Platz drei aber bemerkbar, dass man nur mit zwei Auswechselspielern angereist war. Trotz dem frühen Rückstand durch Kaan Ekmen machte man dem Favoriten das Leben schwer. Zwei späte Tore von Marvin Hampel – darunter ein kurioser Pressschlag der aus 25 Metern ins leere Tor flog – bescherte dem Team von Benjamin Schäffler Rang drei.
Der SV Leonberg/Eltingen war zuvor im Halbfinale beim 4:6 gegen die SV Böblingen an einem der torreichsten Spiele beteiligt. Trotz der zehn Tore hatte man jedoch nie den Eindruck, dass die Böblinger dieses Spiel verlieren könnten. Über das schnelle 1:0 (Tom Walz) bis zum 5:1 (Felix Widmann) hatten sie die Partie vor allem spielerisch mit schön herausgespielten Toren im Griff. Patrik Hofmann, Ennio Ohmes, Pascal Nufer und Marco Seufert hielten mit ihren Toren die Spannung hoch.
Im ersten Halbfinale hatte der VfL Nagold mit einem 10:1-Kantersieg über den FSV Deufringen seine Ansprüche auf die Titelverteidigung unterstrichen. Dabei konnte sich Berk Özhan, Marvin Hogg und Laurenziu Biemel – letzterer mit Torwarttoren – als Doppeltorschütze eintragen. Absolut top war jedoch der Ehrentreffer von Robin Gammerdinger zum 1:7.
In der Zwischenrunde hatte es die Gastgeber erwischt. Als Sieger der Gruppe A gut unterwegs, setzte es für den SV Althengstett gegen den SV Leonberg/Eltingen ein 1:2 und gegen den FSV Deufringen ein 0:1. Als die Deufringer auch noch die Leonberger mit 2:1 überraschten, war der Gruppensieg perfekt.
Bürkle kassiert Platzverweis
Die Gruppe B begann mit einem Kracher: Beim VfL Nagold kassierte Torhüter Elias Bürkle nach vorausgegangenem Patzer früh eine Rote Karte wegen Foulspiel außerhalb des Strafraums. In Überzahl demonstrierte die SV Böblingen bei ihrem 5:0-Sieg einschließlich Hattrick von Felix Widmann Hallenfußball in Perfektion. Der Platzverweis hatte beim VfL Nagold eine Welle von Emotionen freigelegt. Im anschließenden Spiel gegen den VfL Ostelsheim musste der A-Ligist beim 7:0-Sieg des Landesligisten dafür büßen. Damit nicht genug: Die junge Ostelsheimer Truppe, die als Vorrunden Dritter mit sechs Punkten und 9:10 Toren in die Zwischenrunde eingezogen, bekam auch gegen die SV Böblingen den Klassenunterschied (2:5) zu spüren.
Im Vorfeld mussten die zweite Mannschaft der SF Gechingen mit nur einem Sieg und die U19 des VfL Nagold (null Punkte) die Segel streichen. In der Gruppe B hinterließ die SG Nagold-Platte bis auf die Nullnummer gegen die U 19 des VfL Sindelfingen einen platten Eindruck. Die jungen Daimlerstädter hingegen waren hoch motiviert, aber in vielen Phasen zu hektisch – und es haperte im Abschluss. Der einzige Sieg resultierte aus einem 2:1 gegen den VfL Ostelsheim.
Keine Zwei-Minuten-Strafen
Die Schiedsrichtergruppe Leonberg hatte die Spiele insgesamt im Griff. Auffallend war jedoch, dass keine einzige Zwei-Minuten-Strafe ausgesprochen wurde. Die wäre sicherlich statt Rot gegen den Nagolder Torhüter angebracht gewesen.