Die Gemeinde Tuningen erhält erneut Mittel aus dem Programm von Bund und Land. Das Ortskernprogramm läuft noch dieses Frühjahr.
Von den Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm 2026 profitiert auch die Gemeinde Tuningen. Das teilte das zuständige Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in Stuttgart mit.
Damit ist Tuningen eine der vier Kommunen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, die Geld aus dem Topf bekommen – insgesamt sind es über 5,6 Millionen Euro, die im Landkreis in laufende städtebauliche Erneuerungsgebiete und hier gezielt in Ortskerne und Innenstädte fließen.
Tuningen hatte zuvor bereits Mittel aus dem Programm für das Sanierungsprogramm Ortskern II bekommen und auch dieses Mal wieder Finanzhilfen dafür beantragt – und vor Kurzem kam nun der entsprechende Bewilligungsbescheid über einen Betrag in Höhe von 220 000 Euro.
„Bei den bewilligten Mitteln handelt es sich um Finanzierungsmittel, die mit dem letzten Aufstockungsantrag vor dem Ende des laufenden Sanierungsprogramms Ortskern II beim Regierungspräsidium Freiburg beantragt wurden“, erläuterte Bürgermeister Ralf Pahlow auf Nachfrage der Redaktion.
Für Aktivpark und private Maßnahmen
Das Programm endet im April 2026. „ Die Mittel sind vor allem für die Finanzierung des zwischenzeitlich fertiggestellten Aktivparks auf dem Sportgelände und die Ausfinanzierung der noch laufenden privaten Maßnahmen vorgesehen“, gibt der Bürgermeister weiter Auskunft.
Die Höhe der gewährten Finanzhilfen entspreche dem beantragten Volumen. Die noch laufenden privaten Maßnahmen sind vor allem Sanierungen von privaten Gebäuden im Sanierungsgebiet.
Für mehr Lebensqualität
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen stellt in diesem Jahr rund 270,63 Millionen Euro für 319 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in 283 Städten und Gemeinden Baden-Württembergs bereit.
Ministerin Nicole Razavi hatte in dem Zusammenhang zuletzt betont: „Wir leisten einen großen Beitrag, damit die Städte und Gemeinden ihre drängenden städtebaulichen Herausforderungen bewältigen können.“ Die Städtebauförderung sei das „stärkste Pferd im Stall. Damit helfen wir den Städten und Gemeinden dabei, die Lebensqualität der Menschen weiter zu verbessern und den Wandel vor Ort zu gestalten.“
Auch Wohnraum ist Thema
Das Förderspektrum ist dabei breit: „Gebäude werden modernisiert, öffentliche Räume aufgewertet, grüne und blaue Infrastruktur in die Stadt gebracht und nicht zuletzt dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Das Programm ist damit quasi ein Alleskönner in der Förderlandschaft von Bund und Land – und ein verlässlicher Partner der Kommunen seit 55 Jahren.“
Allein durch die diesjährigen Bewilligungen sollen rund 22 800 neue Wohnungen in den kommenden Jahren entstehen, davon rund 4500 in neuen Sanierungsgebieten. Weitere rund 9700 Wohnungen sollen umfassend modernisiert werden, davon rund 2400 in neuen Sanierungsgebieten.
Etliche bereits bestehende Gebiete
In diesem Jahr werden 319 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in 283 Kommunen unterstützt. Darunter befinden sich 57 neue Maßnahmen und 262 bereits bestehende Sanierungsgebiete, für die weitere Mittel bewilligt werden. Das Programm ist weiterhin mehrfach überzeichnet. Das Volumen für die berücksichtigten Maßnahmen beträgt insgesamt 270,63 Millionen Euro, davon stammen rund 104 Millionen Euro vom Bund.