Auf der Schutter ging es Freitag und Samstag rund: Die Feuerwehrabteilung Schuttern hat nach langer Pause wieder zum Gaudi-Paddelboot-Rennen eingeladen. Sie erfüllte damit den Wunsch zahlreicher Vereinen und Abteilungen aus der Region.
„Nach neun Jahren Pause war jetzt einfach mal wieder die Zeit reif für ein Paddelbootrennen“, sagte Abteilungskommandant Dennis Möller unserer Redaktion. Neun Jahre Pause haben aber auch der Schutter und ihrer Fauna und Flora ganz schön viel Spielraum gelassen.
Wochen waren die Feuerwehrangehörigen damit beschäftigt Bäume, Sträucher, Brombeerhecken und allerhand Wildwuchs zu entfernen. Im Grunde war die gesamte Schutter zugewachsen.
Mit Wathosen ging es ans Werk: Dass sich die Männer auch mit der Müllentsorgung beschäftigt hatten, ist ein praktischer weiterer Aspekt. Einige Planen, Altreifen und Metallstücke wurden aus der Schutter gezogen. Für das Paddelbootrennen wurden so mehr als 200 Meter Schutter auf Kurs gebracht. Nur mit dem Wasserstand gab es in diesem Jahr keine Probleme. Der zeigte sich so hoch wie lange nicht mehr.
Die schnellsten Paddler brauchten nur zweineinhalb Minuten
In Schuttern hatten sich für das Paddelbootrennen zwölf Feuerwehrabteilungen für den Freitagabend und 20 Vereine für den Samstag angemeldet. „Wir haben einen Teilnehmerrekord“, freute sich der Abteilungskommandant, der seine gesamte Mannschaft hinter sich wusste. Zwischen zweieinhalb und viereinhalb Minuten war von der rasanten aber rhythmischen Fahrt bis zum chaotischen Vorwärtskommen mit individuellen Schwimmeinlagen alles drin.
Vier in einem Boot lautete für alle teilnehmenden Gruppen die Hauptaufgabe. Natürlich ließen sich die Mannschaften auch in ihrer Kostümauswahl nicht lumpen. Aus Heiligenzell kamen die Schlümpfe. Friesenheimer stachen mit „Queen Mary I“ in See, während sich die Oberweirer auch zu ihrer Liebe zum badischen Ländle outeten.
Erstmals blieb die Feuerwehr Abteilung Schuttern außen vor. „Durch Public Viewing und Livemusik am Abend brauchen wir jeden Helfer“, erklärt Dennis Möller. Der Freitagabend gehörte den Feuerwehrabteilungen, die sich auch aus der Region, etwa aus Urloffen oder Allmannsweier, am Start zeigten. Im Rhythmus peitschten sich vor allem die vier Teilnehmer aus Oberweier durch das Wasser.
Teilnehmer wünschen sich regelmäßige Aktion
Natürlich wurde auch hin und wieder die Frage gestellt: „Habt ihr heimlich trainiert?“ Alle vier mit Michael Haas, Tobias Wingert, Christian Haas und Jakob Schrempp versicherten: „Auf gar keinen Fall. Kein Bisschen.“ Dass sich alle vier sehr gut untereinander verstehen und sich auf die Sache zu konzentrieren wussten, wurde mit dem ersten Platz belohnt.
Während die jeweiligen Matrosen mit ihren Kapitänen zu Wasser gingen, hatte der Rest seinen großen Spaß am Ufer. Für Kinder wurde sogar unter einer riesigen Weide eine Sandkuhle aufgebaut.
Alle Teilnehmer und auch das Publikum hatte seine große Freude. Monika Rudolf hat sich kurzerhand Enkelsohn Milo geschnappt. Vielleicht wird der Zweijährige in ein paar Jahren selbst am Gaudi-Paddelbootrennen auf der Schutter teilnehmen. Dass jetzt wieder etwas mehr Regelmäßigkeit in diese Veranstaltung kommen darf, ließen so gut wie alle Mannschaften durchblicken.
Die Gewinner
Ergebnisse Feuerwehren
Oberweier (erster Platz), Heiligenzell (zweiter Platz), Allmannsweier (dritter Platz).
Vereine und Gruppen
Damen: Aqua Angels (erster Platz), Tiefseetaucher, Nicht-Mehr-Jungfrau. Herren: Chinschi und seine Paddler (erster Platz), Drei ohne Muskeln und Hool, Oshiku*u.