Das Ballett der Altdorfer Sendewelle erhielt für den Auftritt beim Festabend viel Applaus. Foto: Dach

Beim Narrengottesdienst und Festabend war die Stimmung bestens.

Mit einem stimmungsvollen Narrengottesdienst in der St.-Antonius-Kirche eröffnete die Narrenzunft Lurewiebli ihr Fest zum 22-Jährigen. Die Kirchenbänke füllten sich bis auf den letzten Platz, denn zahlreiche Zünfte waren der Einladung gefolgt und sorgten in ihren Häs für ein buntes, lebendiges Bild. Aber auch andere Besucher nahmen närrisch gekleidet am Gottesdienst teil. Die Zunft hatte das Gotteshaus mit Tannenzweigen und grünen Luftballons geschmückt, was sehr schön aussah.

 
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Mystisch begann die Narrenmesse, als die Lurewiebli langsam von hinten durch die Reihen einzogen und manch eines der alten Wiebli den Kirchenbesuchern sanft über den Rücken strich. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Band Meilenstein aus Dörlinbach, die mit Gesang und Instrumenten den feierlich-närrischen Charakter unterstrich.

Sichtlich Freude an der besonderen Form des Gottesdienstes hatte auch Pater Antonio Federico. Der gebürtige Italiener zeigte Humor und Nähe zur Gemeinde, indem er Texte im Schuttertäler Dialekt vortrug und sogar zum Tamburin griff. Es war der erste Narrengottesdienst, den er überhaupt zelebrierte, und seine humorvolle Art kam sehr gut an.

Begeisterung löste zudem ein eigens zum Jubiläum gedichtetes Lied aus. Beim Refrain „Lurewiebli hock uff mich“ sang die gesamte Kirche lautstark mit und belohnte alle Mitwirkenden mit großem Applaus. Ein besonderer Dank galt Lisa Ette, die den gesamten Narrengottesdienst organisiert hatte. Der Vorsitzende Pascal Ehret würdigte ihr Engagement ausdrücklich.

Im Anschluss setzte sich das Jubiläum in der Festhalle fort, wo das Narrendorf zahlreiche Besucher anzog. Dort eröffnete Pascal Ehret das Abendprogramm mit einem Kurzfilm zur Entstehungsgeschichte der Narrenzunft, gleich danach übernahm die närrische Unterhaltung das Kommando. Viele Guggenmusiker und Showtanzgruppen sorgten für ausgelassene Stimmung.

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Ein Höhepunkt war der Auftritt des Männerballetts der Waldsteinhexen aus Fischerbach – die Kinzigtaler Männer bekamen einen tosenden Applaus. Moderator Gerhard Himmelsbach führte humorvoll durch das Programm und stellte die Zünfte mit ihren Narrenrufen vor.

Auch außerhalb der Festhalle herrschte bis tief in die Nacht friedliche, ausgelassene Stimmung. DJs sorgten in den Außenzelten für Unterhaltung, während Guggenmusiken auf dem Vorplatz die Besucher begeisterten.

Über den Umzug am Sonntag werden wir noch berichten.