Staunen und erfreuen sich an der Handwerkskunst: Martin und Gabriele Kälble am Stand von Doris Adler (rechts) aus Meißenheim, die am Samstag ihre Dekoartikel verkaufte. Foto: Bohnert-Seidel

Von handgemachten Taschen bis zu verschiedenen Dekostücken: 21 Händler kamen am Samstag nach Schuttern, um dort ihre Produkte zu verkaufen – ganz zur Freude der zahlreichen Besucher. „Einfach nur toll“, wie Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf erklärte.

Am Ende waren es 21 Stände, mit denen der erste Frühlingsmarkt in Schuttern überzeugte. Viele Menschen aus der Region haben sich auf den Weg gemacht – viele von ihnen auf Fahrrädern. Im Schlepptau jede Menge Kinder, schließlich wurden auch Nistkästen für die heimische Vogelwelt gebaut. Die erste Brut dürfte zwischenzeitlich schon in ihren Nestern schlummern, aber für die zweite Brut ist jetzt zusätzlich Platz.

 

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf strahlte am Samstagnachmittag mit der Sonne förmlich um die Wette. „Ich wusste, dass am 27. April schönes Wetter ist“, versicherte Kopf mit einem Augenzwinkern und betont: „Ich bin sehr zufrieden.“ Glücklich meinte er: „Es ist gut und die Leute kommen. Es ist einfach nur toll.“ Andrea Möller sagte: „So mancher Stand lässt sich unbesehen plündern.“ Petra Jestand aus Heiligenzell erfreute sich an den Ständen der Kunsthandwerker – und findet nur Bewunderung.

Auch der Stand von Silke Worthmann war gut besucht. Foto: Bohnert-Seidel

Hungrig musste niemand bleiben. Bernhard Silberer verkaufte Würste und damit auch die Grillwurst. Die Vereinsgemeinschaft hatte eine Kuchentheke und Kaffee angeboten und der Freundeskreis der Grundschule hat Waffeln gebacken. „So passt das wunderbar“, resümierte Kopf. Gerlinde Schmidt kam mit Pullover und Mützen, Socken und Schals. „Der nächste Winter kommt bestimmt“, meinte sie lachend. Für sie sei das Stricken Meditation und einfach nur von der tiefen Beseeltheit für die Handarbeit getragen.

Die Besucher strömten nach Schuttern und zollten Bewunderung gegenüber der Kreativität der Aussteller. Aus Oberweier kam Bettina Blank. Mit ihren Taschen für „d´Runzle-Pflege“ hielt sie nicht nur eine Kosmetiktasche bereit. In bestem Alemannisch betonte sie: „Rosine hen au Runzle – un sin trotzdem süß.“ Überzeugt von ihrer modernen Art des Nähens ist auch Traudel Pretzsch. Die Seniorin stellte fest, wie toll das Pink an der Handtasche zur Brille passe. Die Nähmaschine schient auch weder bei Yvonne Warthmann noch bei Eva Wehrle, beide aus Friesenheim, stillzustehen. Mannigfaltig war die Auswahl an Baby- und Kleinkinderkleidung bei Warthmann , dort hatte sich eine angehende Zweifach-Oma eingedeckt. Eva Wehrle näht Taschen aller Art für Kinder und Erwachsene. Einfach „scheen“, wie auch der Namen ihrer Gestaltung heißt.

Nahezu alle Stücke waren Unikate

„Manchmal holt man sich nur Anregungen und vor allem kleine kostbare Geschenke für liebe Freunde als Mitbringsel“, erklärte Ulrike Holzenthaler aus Oberschopfheim und fügt noch hinzu: „Mit Liebe gemacht.“ Sie, die selbst töpfert, bewundert jegliche Form von Handwerkskunst. Bei Silke Wortmann blieb sie kurz an den „Papierstückle“ stehen. Aus alten Landkarten machte die Papierkünstlerin kleine Schiffchen, Karten, sommerliche Girlanden.

Alles was am Samstag auf dem Markt in Schuttern präsentiert worden ist, waren nahezu ausschließlich handgemachte Unikate. Viele Menschen sind fündig geworden. Über ein kleines bemaltes Holzhaus freut sich etwa Gabriele Kälble. Doris Adler aus Meißenheim versteht es aus alten Holzbalken Unikate zu fertigen.

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