Oryna Tsarynnyk unterrichtet in Wildberg Cello. Foto: Geisel

Oryna Tsarynnyk ist neu im Team der Musikschule Wildberg und unterrichtet dort Cello. 2022 flüchtete sie aus der Ukraine, schon dort war die heute erst 25-jährige Musiklehrerin. Was ihr an Wildberg gefällt und wie ihr Start an der Schule war, hat sie uns erzählt.

Mit ihren noch jungen 25 Jahren bringt Oryna Tsarynnyk bereits eine fundierte Ausbildung, Erfahrung im Unterrichten, Leidenschaft für die Musik sowie einen guten Draht zu ihren Schülern mit. Die studierte Cellistin gehört seit Sommer zum Team der Wildberger Musikschule. Sie unterrichtet Violoncello sowie das Vororchester und hat damit die Nachfolge von Hanna Hesse angetreten.

 

Tsarynnyk lebt seit 2022 in Deutschland. Die Ost-Ukrainerin flüchtete vor dem Krieg in ihrer Heimat und baut sich seither in Deutschland ein neues Leben auf. Mitgebracht hat sie bereits einen Bachelor im Fach modernes Cello, derzeit absolviert sie noch ein Bachelor-Studium im Fach Barock-Cello.

Außerdem gibt Tsarynnyk bereits seit sieben Jahren Unterricht an ihrem Instrument. Bereits in der Ukraine hat sie begonnen, ihr Wissen als private Musiklehrerin zu teilen.

Die Anstellung an der Wildberger Musikschule ist nun ihre erste Stelle dieser Art. Aktuell lebt die junge Frau in Trossingen. Für sie war klar, dass sie weiterhin unterrichten möchte. Also suchte sie nach passenden Stellen und stieß dabei auf die Ausschreibung der Schäferlaufstadt. „Wildberg ist eine sehr schöne Stadt“, findet die Cellistin. Verhältnismäßig klein, aber besonders wirkte Wildberg auf sie bei ihrem ersten Besuch.

Vor allem die Lage mit den Hügeln und Bergen im Kontrast zum idyllischen Nagoldtal haben es ihr angetan. Auch den Schäferlauf hat sie direkt nach ihrem Einstand bereits als Teilnehmerin auf dem Festwagen der Musikschule kennengelernt – und war sofort begeistert von dem Heimat- und Brauchtumsfest.

„Ich hatte eine sehr gute Deutschlehrerin“

Seit Juli gehört Oryna Tsarynnyk dem Team der Wildberger Musikschule an. Zwischenzeitlich ist sie sehr gut im Unterrichtsalltag angekommen – und das in einem „wunderschönen historischen Musikschulgebäude“ in der Klosteranlage Maria Reuthin, wie sie beeindruckt erzählt.

Die Kollegen seien nett und freundlich und auch die Stadtverwaltung als Arbeitgeber hat einen sehr positiven, aufmerksamen Eindruck bei ihr hinterlassen. Deutsch als Fremdsprache ist für die engagierte Lehrerin gar kein Problem. „Ich hatte eine sehr gute Deutschlehrerin“, sagt sie mit einem Lächeln.

Für Interessierte, die sich an das Cello heranwagen wollen, hat Tsarynnyk noch ein paar freie Plätze in ihrem Stundenplan. Außerdem ist sie für das Vororchester verantwortlich, in welchem sich junge Musiker bereits fachlich gut betreut und mit entsprechendem Ehrgeiz auf die anspruchsvolle musikalische Arbeit im Orchester der Musikschule vorbereiten können.