Viele Besucher kamen zur offiziellen Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes des Fußballvereins FV/DJK 1913. Udo Jung vom Spielausschuss dankte „großzügigen Spendern“, ohne die das Projekt nicht hätte gestemmt werden können.
Viele Arbeitseinsätze hätten maßgeblichen Anteil am Gelingen gehabt, so Udo Jung vom Spielausschuss. Trotzdem hofft der Verein auf weitere Spenden, beispielsweise durch den symbolischen Kauf von Parzellen des neuen Platzes. „Der Kunstrasen ist ein Meilenstein in der Geschichte des FV/DJK“, so Jung.
Die Stadt gab 200 000 Euro zum Projekt, erneuerte zudem Torwand und Ballfanggitter, berichtete Bürgermeister Michael Rieger. „Der Einsatz des Vereins war fantastisch“, lobte er, beschrieb eine 15- bis 20-jährige Wartezeit und dankte dem Verein für die Geduld. Dem Gemeinderat habe es nie Spaß gemacht, absagen zu müssen, zumal der Hartplatz nicht mehr attraktiv gewesen sei. Hätte man es jetzt nicht gemacht, hätte der Verein nochmals sechs bis sieben Jahre warten müssen.
Bürgermeister schießt den ersten Elfmeter
Nach der Einweihung durfte das Stadtoberhaupt den ersten Elfmeter auf dem neuen Platz schießen. Er übergab dem Verein einen Fußball mit den Unterschriften aller Gemeinderäte.
Planung und Leitung des Projekts inne hatte Martin Kuberczyk von K3 Landschaftsbau. Er lobte die üppige Eigenleistung des Vereins, zum Beispiel beim Aus- und Wiedereinbau des Pflasters, dem Entfernen von Bäumen oder dem Rückbau von Ballfangzaun und Geländer. Deren Koordination mit der Arbeit der Fachfirma sowie der nur siebenwöchige Bau waren besondere Herausforderungen. „Es hätte nichts mehr dazwischenkommen dürfen.“ Insgesamt war es aber „eine gut laufende Baustelle“. Auch die Kosten seien im Rahmen.
Was die Pflege anbelangt, ist laut Kuberczyk einmal pro Woche maschinelles Aufbürsten nötig sowie alle ein bis zwei Jahre eine Grundreinigung mit der Kehrmaschine. Der Kunstrasen liege schwimmend auf Quarzsand, oben sei Kork statt der früher verwendeten Plastikschnitzel eingearbeitet, was die Spielechtheit erhöhe, das Roll- und Sprungverhalten des Balles verbessere und Stollenschuhen besseren Halt gebe.
Mitglieder leisten 1300 Stunden Eigenarbeit
Laut Jung leisteten Mitglieder etwa 1300 Stunden Eigenarbeit. Erste Wünsche für einen Kunstrasen habe es schon 2008 gegeben, 2015 sei man schon guten Mutes gewesen, ihn zu bekommen. In die Planung eingestiegen sei man dann aber doch erst 2022. Besonders wichtig sei der Kunstrasen für die Jugendarbeit, ebenso aber auch für die Aktiven.
Es habe schon Rückmeldungen gegeben, dass Spieler wegen des Hartplatzes den Verein verließen, aber auch, dass es nun mit dem Kunstrasen auch Rückkehrer geben werde.
Die Einweihung feiert der FV/DJK das ganze Wochenende über mit mehreren Spielen der Aktiven und der Jugend sowie einem Familienprogramm am Sonntag.
Noch bis Sonntag wird die Einweihung gefeiert
Sportliches
An diesem Samstag, 16. September, geht es um 10.30 Uhr auf dem Roßberg los. Dann stehen Spiele der D-Jugend auf dem Programm. Zudem spielt die zweite Mannschaft und ab 15.30 Uhr auch die erste Mannschaft. Ab etwa 19 Uhr heißt es dann: „Aktive gegen TV Handball zu Fuß“.
Familientag
Ganz im Zeichen der Familie steht der Sonntag, 17. September. Beginn ist um 10 Uhr. Der FV/DJK hat eine Hüpfburg aufgebaut und bietet zudem Fußball-Dart, ein Ball-Speedo-Meter, Torwandschießen sowie Kinder-Tattoos. Auch ein Fairplay-Spieltag der G- und F-Jugend steht an.