Spielmacher Jannis Schneibel hat sich beim HBW Balingen-Weilstetten zu einer wichtigen Alternative entwickelt. Im Eins-gegen-eins ist er kaum zu stoppen. Foto: Kara

In eigener Halle siegt der HBW Balingen-Weilstetten ungefährdet mit 34:25 (20:12) gegen den HSC 2000 Coburg. Am Mittwoch, 18. Dezember, gibt es das Wiedersehen im Viertelfinale des HBW-Pokals.

Die „Hölle Süd“ sah von Beginn weg formstarke Gallier. Das erste Tor von Robert Timmermeister sollte aber fünf Minuten lang der einzige Treffer der Partie bleiben.

 

In den folgenden fünf Minuten zog der HBW auf 4:1 davon und gab der Vorwegnahme des Viertelfinals am Mittwoch, 18. Dezember, im DHB-Pokal eine erste Tendenz. Die Gäste blieben aber zunächst durch Paraden des starken Torhüters Petros Boukovinas im Spiel.

Den Gastgebern gelangen jedoch zwei Treffer in Unterzahl nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Max Santos. Nach einer unglücklichen Abwehraktion musste dann Coburgs Jannes Krone mit der Roten Karte vom Feld. In der sich anschließenden Überzahl erzielte der HBW wieder zwei relativ einfache Tore zur 8:3-Führung.

Starkes Kollektiv

Danach wurde der Tabellenzehnte aus Coburg im Angriff zunehmend treffsicherer. Unter anderem netzte der Ex-Balinger Florian Billek ein. Doch die Gallier glänzten weiter durch erfolgreiche Gegenstöße durch Elias Fügel. Dazu kamen vier Tore von Daniel Blomgren aus dem Rückraum und ebenfalls vier Tore von Tobias Heinzelmann am Kreis. In der Schlussphase der ersten 30 Minuten schlich sich aber auch auf Seiten der Gastgeber der ein oder andere technische Fehler ein.

Summa summarum zog der HBW Balingen-Weilstetten bis zur Pause auf 20:12 davon. Bemerkenswert war auch der erste Auftritt des jungen HBW- Torhüters Magnus Bierfreund, der sich mit drei Paraden gleich gut einführte.

Acht-Tore-Vorsprung zur Pause

Mit einer Acht-Tore-Führung ging es somit in Hälfte zwei. Coburg hatte sich vorgenommen, sich noch einmal ranzukämpfen. Das gelang auch zunächst durch einige Tore von Rückraumschütze Janis Valkovskis. Der HBW behielt aber die Kontrolle und verhinderte, dass der Vorsprung entscheidend schmolz.

In der 41. Minute stand es 25:18. Die junge Coburger Mannschaft deutete phasenweise ihre Klasse an. Doch die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic ließ am Freitagabend in Balingen die Konstanz vermissen.

Auf der anderen Seite schossen Sascha Pfattheicher und Jerome Müller die Balinger zu einem zwischenzeitlichen 29:21. Es ging in die letzten zehn Minuten. Offensiv ließen die Gallier nun doch einiges liegen. Der HSC 2000 Coburg stellte sieben Minuten vor dem Ende, bei sieben Toren Rückstand, auf eine offensivere Abwehr um. Doch Csaba Leimeter nahm mit seinem Treffer zum 31:23 dem Gegner den Wind aus den Segeln.

Vorentscheidung gefallen

In den letzten Minuten demonstrierte der HBW seine Stärke. Die Zuschauer sahen eine gute Mannschaftsleistung des Topteams der 2. Handball-Bundesliga. Coach Matti Flohr konnte mehr als zufrieden sein. Es war ein Start-Ziel-Sieg der Gallier. Bester Torschütze bei den Galliern war am Ende Sascha Pfattheicher mit sieben Toren. Genauso viele erzielte Janis Valkovskis auf der Gegenseite. Nun dürfen sich beide Teams auf ein Wiedersehen kurz vor Weihnachten freuen.

Statistik

HBW Balingen-Weilstetten – HSC 2000 Coburg 34:25 (20:12). 

HBW Balingen-Weilstetten: Kornecki, Bierfreund; Blomgren (6), Matthes, Leimeter (3), Huber (1), Ingason, Strobel, Santos (2), Grüner (3), Timmermeister (1), Müller (1), Fügel (4), Schneibel (2), Heinzelmann (4), Pfattheicher (7).

HSC 2000 Coburg: Boukovinas, Apfel; Menges (2), Dettenthaler (1), Bis (3), Kasai, Fuß (3), Billek (5), Krone (1), Helmersson, Knauer (1), J. Valkovskis (7), L. Valkovskis, Schäffer, Jaeger (1), Schmidt (1).