Der HBW Balingen-Weilstetten steht in der Abwehr felsenfest und holt sich beim 29:21 (15:10) den nächsten Heimsieg. Der Sieg gegen die Eulen Ludwigshafen war am Ende ungefährdet, was vor allem den starken Torhüterleistungen geschuldet war.
Die Partie in der „Hölle Süd“ gegen die Eulen Ludwigshafen war ein echter Gradmesser für die Mannschaft von Trainer Matti Flohr.
Elias Fügel, Sascha Pfattheicher per Siebenmeter und Csaba Leimeter brachten die Gallier früh mit 3:0 in Front. Doch vor allem die Defensive stand sicher und so taten sich die Gäste in der Anfangsphase mehr als schwer Tore zu schießen. Der erste Eulentreffer fiel erst nach 5:51 Minuten. Allerdings ließ der HBW im Angriff in dieser Phase den ein oder anderen Treffer liegen, was auch zwei Paraden von Ludwigshafens Torhüter Mats Grupe geschuldet war. So stand es nach zehn gespielten Minuten nur 5:2.
Doppelte Unterzahl
In der Sparkassen Arena herrschte eine tolle Stimmung und so ließen sich die Gallier auch durch eine doppelte Unterzahl nicht Bange machen. Tatsächlich traf Tim Matthes über Außen und das obwohl zwei Balinger weniger auf dem Feld standen.
Kurz darauf war es wieder Matthes, der zum 8:4 einnetzte und nach einem tollen Block von Max Santos konnte der HBW durch einen Treffer von Elias Huber dann sogar auf 9:4 wegziehen.
Eulen-Topspieler Mex Raguse blieb in der ersten Halbzeit ohne Treffer. Kurz vor der Halbzeit musste Mihailo Ilic nach einem harten Einsteigen gegen Elias Huber mit der Roten Karte vom Feld. Beim 15:10 wurden die Seiten gewechselt.
HBW mit Konsequenz
Und nach der Pause ging es nahtlos so weiter, wie in den ersten 30 Minuten. Die Eulen Ludwigshafen fanden einfach keine Lösungen im Angriffsspiel. Ein Treffer von Tobias Heinzelmann ins leere Tor, ein weiterer von Jerome Müller und ein Dritter nach einem Steal von Heinzelmann ließen den HBW mit 20:13 in Führung gehen. Es waren noch 20 Minuten zu gehen, doch in der Halle war zu spüren, dass sich der HBW diesen Erfolg nicht mehr würde nehmen lassen.
HBW-Torhüter Benedek Nagy war in der zweiten 30 Minuten ein wichtiger Faktor. Am Ende stand eine Quote von über 42 Prozent gehaltene Bälle für ihn zu Buche. Ihm gelangen acht Paraden und Mateusz Kornecki fünf. Somit sprach der Faktor Torhüter klar für die Gallier.
Der doppelte Blomgren
Nachdem Ludwigshafen in der 42. Minute auf 15:20 verkürzte, traf Daniel Blomgren doppelt, Tim Matthes holte sich mit einem Steal den Ball und Sascha Pfattheicher verwandelte auch seinen vierten Siebenmeter. Der HBW war ganz klar auf der Siegesstraße. Eulen-Trainer Johannes Wohlrab forderte von seiner Mannschaft mehr Einsatz und Willen, doch dieser war aufgrund des klaren Rückstandes in der Schlussphase eher am Schwinden, genauso wie der Glaube der Partie doch noch eine Wende zu geben.
Zehn Tore Vorsprung
Als Tobias Heinzelmann zum 27:17 traf, lag der HBW das erste Mal mit zehn Toren vorne. Es waren noch sieben Minuten auf der Uhr und über das 29:20 durch den starken Max Santos und den letzten Treffer durch Mex Raguse – sein einziger an diesem Tag – war der 29:21-Sieg des HBW in Stein gemeißelt.
Durch diesen ungefährdeten Heimerfolg klettern die Gallier weiter in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga. Als Tabellensechster stehen nun acht Punkte für die Mannschaft von Trainer Matti Flohr zu Buche. Am nächsten Samstag gastieren die Gallier beim Tabellenzweiten VfL Lübeck-Schwartau.