Die Mannschaft von Trainer Matti Flohr trifft nach der Zwangspause in einem vorgezogenen Spiel des 23. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga am Dienstag auf die Eulen Ludwigshafen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.
Aufgrund zahlreicher erkrankter Spieler hatte der TV Hüttenberg vergangene Woche die Absage des Topspiels bei den Galliern bewirkt. Nun geht es für Matti Flohr und Co. nach Ludwigshafen, danach bleibt den Galliern kaum Zeit zur Erholung: Bereits vier Tage später, am Samstag, werden sie vom ASV Hamm-Westfalen erwartet.
Zunächst gilt der Fokus der Gallier jedoch voll und ganz dem Spiel am Dienstagabend. Schaut man nur auf die Tabelle und die Ergebnisse der Eulen Ludwigshafen, scheinen die Rollen klar verteilt. Doch zu Saisonbeginn zählten die Eulen zumindest zum erweiterten Favoritenkreis der Liga.
Achtungserfolg gegen den Bergischen HC
Sie präsentierten sich als eingespieltes Team, das durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugte. Trainer Johannes Wohlrab setzte auf das Kollektiv. Am 12. Spieltag glänzten sie beispielsweise noch mit einem 32:23-Sieg gegen den Bergischen HC. Doch danach lief nicht mehr viel zusammen. Die „innerbetrieblichen Unruhen“ blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Mannschaft. Geschäftsführerin Lisa Heßler hatte verkündet, den Verein zum 31. Dezember zu verlassen. Unterschiedliche Ansichten über die Weiterentwicklung des Vereins bewogen sie zu diesem Schritt. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe standen die Eulen noch auf dem 6. Tabellenplatz und waren mitten im Kampf um die vorderen Plätze. Doch die Hinrunde endete für die Rheinpfälzer schließlich mit Kontakt zu den Abstiegsplätzen.
Wankelmütige Gastgeber
Zum Rückrundenauftakt musste sich Ludwigshafen nach einem starken Auftritt in Minden erneut mit 27:31 geschlagen geben. Mit einem Befreiungsschlag gegen den noch punktlosen Tabellenletzten aus Konstanz wollten sie endlich wieder punkten. Doch mit der Favoritenrolle taten sich die Rheinpfälzer schwer. In den ersten 30 Minuten fanden sie überhaupt nicht ins Spiel und lagen zur Pause mit 11:17 zurück.
Remis gegen Konstanz
Erst im zweiten Durchgang, angetrieben von einem starken Mats Grupe im Tor, kamen sie besser in die Partie und führten drei Minuten vor dem Schlusspfiff sogar mit zwei Treffern. Doch den 26:24-Vorsprung brachten sie nicht über die Zeit – Konstanz glich aus und erkämpfte sich den ersten Punkt der gesamten Saison.
Volle Kapelle
HBW-Coach Matti Flohr kann bis auf den verletzten Jannis Schneibel auf den gesamten Kader zurückgreifen. Man darf gespannt sein, wie Ludwigshafen dieses Wechselbad der Gefühle verarbeitet hat. Sicher ist, dass die Eulen gegen den HBW kämpferisch alles geben werden. In der „Ebert-Hölle“, wie die Halle in Ludwigshafen auch genannt wird, wird den Galliern sicherlich nichts geschenkt.