Die Mannschaft von Trainer Matti Flohr will sich im Heimspiel am Freitagabend (19 Uhr) gegen die HSG Krefeld Niederrhein für die Auswärtsniederlage in Dormagen rehabilitieren.
Es ist wieder Heimspielzeit in der Mey Generalbau Arena. Zu Gast ist ein Zweitligaaufsteiger: „Krefeld ist eine sehr variabel agierende Mannschaft, sie spielen im Angriff viele Kreuzungen und Kreuzbewegungen, um den Gegner massiv in Bewegung zu bringen. Die HSG agiert viel im Sieben gegen sechs“, weiß Gallier-Coach Matti Flohr und auch in der Defensive sei der Gegner schwer auszurechnen.
Verschiedene Varianten
„In der Abwehr kommen extrem offensive 3:3-Varianten genauso zum Zug, wie 6:0 oder auch mal 5:1, wo sie einen Spieler dann brutal unter Druck setzen. Sie versuchen das, was ein Aufsteiger oft versucht, mit Varianten so ein bisschen Chaos und Druck zu erzeugen. Da müssen wir drauf vorbereitet sein.“
Siegesserie ist gerissen
Nach sieben Siegen in Folge verließ der HBW jüngst beim TSV Bayer Dormagen mal wieder als Verlierer die Platte. Dabei hatte es beim 17:15 zur Pause noch gut ausgesehen. Und auch nach einem Dormagener Zwischenhoch beim Stande von 26:21 kämpften sich die Gallier zurück und glichen durch Tim Ruggiero-Matthes in der 58. Minute aus. Die Führung durch Tobias Heinzelmann zum 29:28 reichte jedoch nicht und in den Schlusssekunden traf der Ex-Club von HBW-Coach Matti Flohr zum 30:29 mitten ins Balinger Herz.
HBW im Aufstiegsrennen
Nach 13 Spieltagen steht der HBW somit nicht mehr ganz oben in der Tabelle, liegt aber als Dritter aussichtsreich im Aufstiegsrennen.
Die HSG Krefeld rangiert auf dem 17. und vorletzten Tabellenplatz. Die Favoritenrolle ist also ziemlich klar verteilt. „Wir müssen schauen, dass wir kühlen Kopf bewahren. In der Abwehr müssen wir den Gegner sauber kontrollieren und die Kreise von Spielmacher Falk Kolodziej, der uns aus HBW-Zeiten noch gut bekannt ist, einzuengen“, so Flohr. Die Gäste von der HSG Krefeld Niederrhein mussten sich zuletzt überraschend deutlich dem HC Elbflorenz mit 27:43 beugen.
Tempo und Angriffsspiel
„Im Angriff müssen wir unsere Varianten, unsere Lösungen spielen, was wir aber schon in sehr vielen Spielen in dieser Saison nachgewiesen haben, dass wir gerade gegen unterschiedlich agierende Abwehrreihen auch unsere Antworten haben“, gibt sich der HBW-Coach angriffslustig.
Ein wichtiger Punkt sei auch das Tempospiel. „Wir müssen es selber nutzen, aber auch ihr Tempo, was sie gehen, in den Griff bekommen. Die Gäste gehen viel Tempo und viel Risiko. Da erwarte ich aber auch, dass wir in eigener Halle das Tempospiel entsprechend dominieren.“