Der HBW Balingen-Weilstetten empfängt in der 2. Handball-Bundeslig am Freitagabend (20 Uhr) den TV Großwallstadt und peilt den zehnten Sieg in Folge an.
Nach dem überzeugenden Auswärtserfolg bei Altmeister TuSEM Essen geht es für die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten direkt mit dem nächsten Traditionsduell weiter.
Am Freitag (20 Uhr) gastiert mit dem TV Großwallstadt erneut ein Gegner in der Mey-Generalbau-Arena, der keinesfalls unterschätzt werden darf.
Der Auftritt in Essen hatte es in sich. Zum einen hatten die Gastgeber zuvor Tabellenführer Bietigheim einen Punkt abgeknöpft, zum anderen mussten die „Gallier“ kurzfristig auf zwei Leistungsträger verzichten. Sowohl Top-Torschütze Sascha Pfattheicher als auch Spielmacher Elias Huber fehlten krankheitsbedingt.
Starke Phase vor der Pause
Dennoch fand der Tabellenzweite gut in die Partie. Wie erwartet entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem die Balinger zunächst meist vorlegten, sich jedoch nicht entscheidend absetzen konnten. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs gelang es Heinzelmann und Co., sich etwas Luft zu verschaffen und mit einer 17:12-Führung in die Pause zu gehen.
Im zweiten Abschnitt nutzten die „Gallier“ dann konsequent die Fehler der Gastgeber aus. Vor rund 2300 Zuschauern leistete sich Essen zu viele Ungenauigkeiten, die der HBW eiskalt bestrafte. Spätestens beim 30:23 war die Partie entschieden, am Ende stand ein verdienter 34:25-Auswärtssieg. „Das war eine unglaublich stabile Leistung aus einer überragenden Abwehr heraus. Die Jungs haben mutig und schnell nach vorne gespielt, sind unheimlich selbstbewusst aufgetreten. Das war ein toller Step in die richtige Richtung“, freute sich HBW-Geschäftsführer Axel Kromer nach der Partie in Essen.
Unberechenbarer Gegner
Nach dem neunten Sieg in Serie richtete sich der Fokus allerdings schnell auf die kommende Aufgabe. Mit dem TV Großwallstadt wartet ein Gegner, der trotz seiner Tabellenposition nicht zu unterschätzt werden darf.
Qualität im Rückraum
„Großwallstadt verfügt über einen Kader, der an guten Tagen jedem Gegner Probleme bereiten kann“, warnt HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr und bezieht sich damit besonders auf die Qualität im Rückraum: „Mario Stark bringt unglaublich viel Kreativität ins Spiel und Connar Battermann übernimmt aktuell extrem viel Verantwortung. Zusammen mit Maximilian Horner wirbelt diese Kombination ordentlich – da kommt einiges auf uns zu.“
Doch auch auf den TVG-Kreisläufer Patrick Gempp, der ein Pfund im Innenblock ist und auf Rechtsaußen Maxim Schalles (119 Saisontore) muss die HBW-Abwehr ein verstärktes Auge haben. So gilt es, die bewegliche Offensive der Gäste in den Griff zu bekommen. Immer wieder suchen die Mainfranken die Eins-gegen-eins-Situationen und strahlen von nahezu allen Positionen Torgefahr aus. Gleichzeitig zeigen sie jedoch auch Schwankungen und offenbaren vor allem in der Rückwärtsbewegung immer wieder Lücken.
Defensive als Schlüssel
Für die „Gallier“ wird es daher entscheidend sein, an die eigene Stärke anzuknüpfen. Mit einer stabilen Abwehr soll der Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehler gezwungen werden, um anschließend das eigene Tempospiel aufzuziehen. Gelingt es, den Spielfluss der Gäste zu unterbinden und die eigenen Abläufe konsequent durchzuziehen, stehen die Chancen gut, die sensationelle Serie von neun Siegen in Folge weiter auszubauen.