Am achten Spieltag setzten sich Yonatan Dayan (Mitte) und sein HBW Balingen-Weilstetten mit 35:31 gegen Ferndorf durch. Nun steht das Rückspiel an. Foto: Eibner/Andreas Ulmer

Der HBW Balingen-Weilstetten will am Samstagabend (18 Uhr) beim TuS Ferndorf seine Siegesserie weiter ausbauen und einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen.

Nach der Länderspielpause geht es für die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten direkt wieder zur Sache. Am 25. Spieltag der 2. Bundesliga wartet mit dem TuS Ferndorf eine unangenehme Auswärtsaufgabe auf die „Gallier“, die im Siegerland unbedingt die nächsten Punkte im Aufstiegsrennen einfahren wollen.

 

Ein Blick auf die Tabelle zeigt die Ausgangslage recht deutlich. Während sich der HBW mit 38:10 Punkten auf Rang zwei festgesetzt hat und weiterhin ganz dick im Rennen um den Aufstieg mitmischt, kämpfen die Gastgeber mit 17:29 Zählern um den Klassenerhalt. Doch wie so oft ist die Statistik nur die eine Seite der Medaille.

Es geht Schlag auf Schlag

Mit zuletzt sechs Siegen in Serie reist der Tabellenzweite mit viel Selbstvertrauen nach Kreuztal. Die Flohr-Schützlinge haben sich in den vergangenen Wochen in starker Form präsentiert und wollen daran nun auch nach der kurzen Pause anknüpfen.

Diese verlief allerdings nicht für alle Akteure gleich. Während mit Bennet Strobel, Yonatan Dayan und Benedek Nagy gleich drei Spieler international im Einsatz waren, nutzte der restliche Kader die Zeit, um nach einigen freien Tagen gezielt an den Abläufen zu arbeiten und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Vorsicht ist geboten

Mit dem TuS Ferndorf wartet jedoch ein Gegner, der vor allem in eigener Halle nur sehr schwer zu bespielen ist. In der traditionsreichen Stählerwiese entwickeln die Gastgeber regelmäßig eine intensive Atmosphäre und leben von ihrer aggressiven Spielweise sowie großem Kampfgeist.

HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr weiß um die Qualitäten des Gegners: „Ferndorf spielt eine sehr harte, mannbezogene 6:0-Abwehr, die sehr effektiv ist. Sie kassieren wenige Gegentore, was auch an ihren Torhütern liegt. Da müssen wir Lösungen finden und die Räume nutzen, die sich ergeben.“

Doch nicht nur defensiv sieht Flohr Stärken beim TuS. „Auch im Angriff verfügen sie über Spieler mit hoher individueller Qualität. Da müssen wir über die gesamte Spielzeit hinweg hellwach sein“, so der HBW-Coach.

Harte Abwehr

Schon im Hinspiel bekamen die „Gallier“ zu spüren, wie unangenehm Ferndorf zu bespielen ist. Beim 35:31-Erfolg musste sich der Tabellenzweite jeden Treffer hart erarbeiten. Ein ähnliches Spiel ist auch am Samstagabend zu erwarten.

Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass die Gastgeber im Abstiegskampf jeden Punkt benötigen und entsprechend auftreten werden. Für den HBW wird es daher entscheidend sein, von Beginn an konzentriert zu Werke zu gehen, die nötige Geduld im Angriffsspiel an den Tag zu legen und sich nicht vom Spielrhythmus des Gegners beeinflussen zu lassen.

Gelingt dies, sollten auch im Siegerland die nächsten Punkte eingefahren werden, um die starke Ausgangsposition im Aufstiegsrennen weiter zu festigen.