Tobias Heinzelmann und der HBW wollen ihre Siegesserie auch bei der HSG Nordhorn-Lingen fortsetzen. Foto: Eibner-Pressefoto/Andreas Ulmer

Der HBW Balingen-Weilstetten muss am Sonntag (17 Uhr) zur HSG Nordhorn-Lingen. Der angeschlagene Gegner ist brandgefährlich.

Die Gallier haben einen Superlauf mit vier Siegen in Folge. „Wir konnten sehr zufrieden sein mit der englischen Woche, insbesondere mit dem Abschluss gegen den HSC 2000 Coburg. Wir haben einen deutlichen Heimsieg feiern dürfen. Wir haben das Spiel aber schon wieder abgeschlossen und die Punkte verbucht“, sagt Matti Flohr, der den Fokus auf die Auswärtspartie bei der HSC Nordhorn-Lingen richtet.

 

Der Tabellenfünfte unterlag Primus SG BBM Bietigheim am zurückliegenden Wochenende mit 26:32 und liegt nun vier Punkte hinter den Balingern. „Jeder muss gucken, dass er seine Punkte einfährt. Wir müssen schauen, dass wir punkten und die maximale Performance abrufen. Ich bin jetzt kein Freund davon, das übermäßig hochzu hängen gegenüber anderen Spielen“, sagt HBW-Coach Matti Flohr.

Es gehe immer darum, den nächsten Gegner zu bezwingen. „Nun ist es Nordhorn, und deshalb sind die Gastgeber in eigener Halle der härteste Widersacher. Das wird auf jeden Fall ein Riesenbrett zu bohren.“

Hinspiel eine deutliche Sache

Das Hinspiel, das mit 35:23 deutlich an die Gallier ging, will Matti Flohr nicht als Referenz heranziehen. „Am Beispiel Coburg hat man gesehen, dass wir da deutlich mit neun Toren auswärts verlieren. Solche Spiele passieren. Und wir gewinnen im Rückspiel mit 15 Toren zu Hause. Darauf kann man gar nicht gehen.“

Die Stärken der HSG Nordhorn-Lingen, bei denen HBW-Rückraumspieler Georg Pöhle sieben Jahre lang aktiv war, sieht der HBW-Trainer im Tempospiel und in ihrer breiten Spielanlage. „Dadurch kommen sie immer wieder zu Durchbruchsituationen. „Frieder Bantlow, Tarek Marschall und Björn Zintel sind bei Nordhorn die Schlüsselspieler, die solche Spiele auch entscheiden. Björn Zintel kennen wir noch gut aus HBW-Zeiten, und Bantlow und Marschall gehören auf ihren Positionen auch zu den Top-Spielern dieser Liga.“

Kehrt Stefan Bauer zurück?

Personell besteht beim HBW Hoffnung, dass Stefan Bauer nach seiner Verletzung wieder in den Kader zurückkehrt. Der Kreisläufer ist immens wichtig im Innenblock, aber auch schon durch seine Präsenz versetzt er die Gegner in Angst und Schrecken.

Wenn die Brust der Grafschafter am kommenden Sonntag vielleicht auch nicht so breit ist wie die des TuS N-Lübbecke, so können die Jungs von Matti Flohr doch davon ausgehen, dass sie im Euregium mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen empfangen werden.

Ein wenig Boden verloren

Viele Experten hatten den EHF-Pokalsieger von 2008 zu Beginn der Saison auf dem Favoritenzettel für den Aufstieg in die Beletage des deutschen Handballs. Bis vor wenigen Spieltagen waren die Emsländer auch noch ganz dicht dran an den Aufstiegsplätzen, haben aber aufgrund der letzten vier Spieltage ein wenig an Boden verloren.

Gastgeber unter Zugzwang

Dennoch liegen sie nur vier Punkte hinter den Galliern zurück, die derzeit auf Platz zwei der Tabelle stehen. Um nicht noch weiter an Boden zu verlieren, ist ein Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten allerdings ein unbedingtes Muss. Es wird unheimlich spannend.