Am Samstag wollen die Spieler des HBW Balingen-Weilstetten endlich die Rückkehr in die Bundesliga feiern. Foto: Eibner/Stache

Am Samstag kann der HBW Balingen-Weilstetten die Rückkehr in die erste Liga und die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga perfekt machen. Ein Punkt würde genügen.

 
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Gegner in der SparkassenArena ist um 20 Uhr die SG BBM Bietigheim. Ihr Trainer, die spanische Handball-Legende Iker Romero, möchte den „Galliern“ selbstverständlich die Meisterschaftsfeier verderben und selbst beide Punkte mit nach Hause nehmen. In der Hinrunde endete das schwäbische Derby mit einem für den HBW glücklichen 24:24-Remis.

„Da kommt eine Top-Mannschaft auf uns zu“, warnt Trainer Jens Bürkle. Erst am Mittwoch hat die SG zu Hause dem Tabellenzweiten ThSV Eisenach ein Unentschieden abgetrotzt. Lange Zeit sah es sogar nach einem Sieg für die Doppelstädter aus, aber acht Sekunden vor dem Abpfiff kassierten sie noch das 31:31.

Ehemalige „Balinger Achse“ Leistungsträger in Bietigheim

Leistungsträger beim Tabellensiebten sind die beiden Linkshänder Dominik Claus und Christian Schäfer, sowie die ehemalige „Balinger Achse“ mit Fabian Wiederstein am Kreis und Juan de la Peña als Regisseur. Die Bietigheimer stellen zudem eine robuste Abwehr mit zwei hervorragenden Keepern als Rückhalt.

Wann immer sich die Chance zum Konter bietet ergreifen sie diese. Im Positionsangriff suchen sie nach spanischer Art Lösungen in Kleingruppen und versuchen die Kreisläufer in Szene zu setzen.

„Das ist eine sehr spielfähige Truppe“, hat Bürkle großen Respekt. Dieser Spielweise müssten seine Jungs ihre Emotionen entgegensetzen und die Mentalität, die sie schon die gesamte Saison über ausgezeichnet habe. Basis sei eine stabile Abwehr, „und da müssen wir im Vergleich zum Mittwoch schon noch eine Schippe draufpacken“, war er nicht immer zufrieden mit der Defensivleistung beim 30:28-Auswärtssieg über Coburg. Die Glückwünsche der Gastgeber zum Aufstieg wollte er noch nicht entgegennehmen, „denn uns fehlt noch ein Punkt.“

Spannung im Kampf um Platz zwei

Vier Spieltage vor dem Saisonende stehen beim HBW 52:12 Zähler auf dem Konto. Alle drei Niederlagen fingen sich die Balinger in eigener Halle ein, auswärts holten sie zumindest ein Unentschieden. Spannend ist der Kampf um Platz zwei. Drei Teams – ThSV Eisenach, Dessau-Roßlauer HV und TuS N-Lübbecke – weisen 44:20 Punkte auf. Aufgrund der Tordifferenz ist theoretisch nur noch Eisenach in der Lage, an den Schwaben vorbeizuziehen.

Aber jetzt will Bürkle, der bislang das Wort Aufstieg zumindest öffentlich nicht in den Mund genommen hatte, auch die Meisterschaft: „Wir haben so eine tolle Runde gespielt. Es wäre toll, uns zu belohnen, Meisterschaft und Aufstieg vor eigenem Publikum zu holen. Das hat es in der HBW-Geschichte noch nie gegeben. Alle Aufstiege sind in fremder Halle passiert.“ Sollte dies gelingen, prophezeit er eine grandiose Party.

Wenige Ausfälle stimmen Bürkle optimistisch

Zwar wird Uros Todorovic die Partie wegen einer Schulterverletzung verpassen und auch der Einsatz von Kapitän Felix Danner, der sich gegen Coburg eine Blessur zugezogen hat, ist fraglich. Vermutlich kann aber Daniel Ingason mitwirken, obwohl er nach einem Gesichtstreffer Nasenbluten hatte.

Alle anderen sind fit, weshalb Bürkle optimistisch ist, „dass wir Bietigheim schlagen können“. Außerdem setze er auf die lautstarke Unterstützung der „Hölle Süd“: „Ich freue mich auf dieses Spiel und eine volle Halle. Ich bin guter Dinge.“