Das Luftgewehr-Team des SV Rötenbach kann in der 2. Bundesliga wieder Hoffnung schöpfen, nachdem das Kellerduell gegen Dreiländereck Perl gewonnen werden konnte.
Land in Sicht beim SV Rötenbach in der 2. Luftgewehr-Bundesliga: Mit einem 3:2-Sieg im Kellerduell mit den ebenfalls sieglosen Schützen von Dreiländereck Perl gab es den ersten Sieg. Allerdings denkbar knapp, denn beim Stand von 2:2 entschied das gewonnene Stechen von Melanie Stabel gegen Alexandra Follmann das Match zu Gunsten der Schwarzwälder. Zuvor hatte die Mannschaft jedoch Pech, als das Top-Duell gegen den Tabellenzweiten SV Appenhofen knapp mit 2:3 verloren ging.
SV Rötenbach – SV Appenhofen 2:3 (1945:1942). Wer im Sport auf Spannung und Dramatik steht, der hier am richtigen Platz. Im Top-Duell gegen den Tabellenzweiten lag Melanie Stabel gegen den französischen Armbrust-Weltmeister Dimitri Dutendas lange vorne, bis die Appenhofer Nummer eins mit zwei 100er-Serien in Folge der Neuweilerin den Zahn zog. Dutendas war am Tag zuvor aus Paris angereist, hatte im Training noch kurz eine 400er-Serie hingelegt, bei seinem ersten Zweitligawettkampf für die Pfälzer jedoch mit zwei 9,9 Treffer angeschossen. Am Ende hatte er jedoch mit 395:393 gegen Stabel seinen Job erfolgreich erledigt. Von der Dramatik vorne unberührt holte Ramona Gößler gegen Debora Linn mit 394:389 Ringen den sechsten Rötenbacher Einzelpunkt. Hinter ihr lieferte Max Schönle mit 393 Ringen seine beste Saisonleistung ab und brachte die Schwarzwälder auf Position drei gegen Nicolas Dörrzapf sogar in Führung. Dass die nicht halten würde, zeichnete sich früh im Duell zwischen Jasmin Nothacker und Tamara Hüttner (381:386) ab. Die Hoffnungen ruhten jetzt auf Joel Starkov, der Carsten Schiff einen Vergleich auf Augenhöhe bot. Allerdings kam die Rötebacher Nummer fünf nie richtig in seinen Rhythmus und als ihm Schiff eine 99er-Schlussserie (total: 386) auf das Auge drückte, ging Starkov mit dem 38. Schuss (eine Neun) unter. „Ich habe auf ein Stechen gehofft. Jetzt haben wir wieder knapp verloren. Ich weiß echt nicht, was wir noch machen sollen“, haderte Trainer Joachim Keppler mit dem Ergebnis.
SV Rötenbach – Dreiländereck Perl 3:2 (1942:1934). Nach der Niederlage gingen die Rötenbacher mit 0:8 Punkten in den Vergleich mit den Perlern. Um sich eine Chance auf den Klassenerhalt aufrechthalten zu können, musste gewonnen werden. Der Druck war enorm, nur Ramona Gößler (396:385 gegen Sonja Schäfer) zeigte sich davon unbeeindruckt. Melanie Stabel hatte vorne erneut Probleme und konnte sich mit 392:392 gegen Alexandra Follmann jedoch die Chance auf ein Stechen erkämpfen. Max Schönle musste sich trotz guten 388 Ringen Max Follmann (391) beugen. An Position vier durfte sich die Sommenhardterin Jasmin Nothacker mit ihrer besten Saisonleistung (385:383 gegen Sandra Jose) über ihren ersten Punkt freuen. Der rettete die Rötenbacher in einen 2:2-Zwischenstand, denn hinten zog Joel Starkov mit 381:383 erneut den Kürzeren. Die Entscheidung, wer von den beiden sieglosen Team die ersten Mannschaftspunkte bekommen würde, musste im Stechen zwischen Melanie Stabel und Alexandra Follmann fallen – und hier behielt die Neuweilerin gleich im ersten Versuch zum 3:2-Endstand.