Der Stammheimer Armin Redzepagic ist seit vergangener Woche Trainer des Oberligisten 1. CfR Pforzheim. Foto: Eibner-Pressefoto

Mit einem 2:2-Unentschieden beim Türkischen SV Singen feiert der ehemalige Nagolder Trainer Armin Redzepagic seinen Einstand beim 1. CfR Pforzheim.

Da war mehr drin: Mit einem 2:2-Unentschieden trennte sich der 1. CfR Pforzheim unter seinem neuen Coach Armin Redzepagic in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg vom Türkischen SV Singen. Der 1. CfR führte nach einem Eigentor (3.) und einem Treffer von Joao Victor Schick (32.) lange mit 2:0, ehe Abdoulie Mboob (51.) und Ege Öztürk (70.) mit ihren Treffern für die seit der 44. Minute in Unterzahl spielenden Singener die Redzepagic-Premiere trübten.

 

Selbstvertrauen fehlt

„Von der Konstellation her sehr bitter, wie das zustande gekommen ist. Normalerweise sagst du: 2:0 plus ein Mann mehr, das Ding fährst du sauber nach Hause. Aber man sieht, in welcher Lage die Mannschaft dann doch steckt“, bedauerte Redzepagic, der von 2017 bis 2024 Trainer des VfL Nagold war. Der Stammheimer machte aber auch klar, dass der Türkische SV Singen keinesfalls ein schlechter Gegner gewesen sei. „Sie sind technisch stark, technisch überragend. Es ist eingetroffen, was wir alle nicht wollten: das Gegentor, das den Gegner stark macht. Und bei uns ist dann eben das nicht vorhandene Selbstvertrauen zutage gekommen. Sie machen das 2:2 und wir haben immer noch 20 Minuten Zeit, um in Überzahl doch noch drei Punkte mitzunehmen. Das schaffen wir leider nicht“, fasste Redzepagic die zweite Halbzeit zusammen und merkte an: „Es wäre natürlich schön gewesen, mit drei Punkten den Einstand zu feiern, aber ich sage mal so: Einen Punkt hätte ich vor dem Spiel auch unterschrieben.“

Weiter geht’s im Februar

Das erste Spiel unter Redzepagic war für den 1. CfR Pforzheim zugleich das letzte Spiel im Jahr 2025. Weiter geht es für die Goldstädter erst am 21. Februar mit dem Oberliga-Heimspiel gegen den SSV Reutlingen. „Ansetzen müssen wir in der Rückrunde klar beim Thema Fitness, Thema Selbstvertrauen und natürlich beim Spielsystem. Gruppentaktisch war das in der ersten Halbzeit überragend, aber du musst es schaffen, das über 90 Minuten hinzukriegen“, meint Redzepagic mit Blick auf das Spiel in Singen und fügt hinzu: „Ich hätte mir sogar gewünscht, dass der Gegner nicht in Unterzahl zu Ende spielt, weil dann hätten wir die Spannung obengehalten. Wer weiß, was dann herausgekommen wäre.“

Nur bis zum Sommer Trainer

Redzepagic war vergangene Woche als neuer Trainer des 1. CfR Pforzheim präsentiert worden, nachdem sein Vorgänger Thomas Herbst seinen Rücktritt erklärt hatte. Herbst sollte ohnehin nach dieser Saison aufhören, weshalb der Verein mit Dirk Rohde – zuletzt beim FC Nöttingen – bereits mit einem neuen Trainer für die Saison 2025/26 unterschrieben hat. Redzepagic wird den 1. CfR Pforzheim daher nur bis zum Ende dieser Saison coachen.