In Hondingen musste die Feuerwehr in der Nacht zum Karfreitag gleich wieder ausrücken, weil eine Garage brannte. Foto: Feuerwehr

Hauptversammlung: Führungstrio tritt für weitere fünf Jahre an / Rekordverdächtige 170 Einsätze

Die Feuerwehr der Stadt Blumberg hat in diesem Jahr bereits rekordverdächtige 170 Einsätze gemeistert. Trotz langer Corona-Probepause sind die Mitglieder daher ausgezeichnet erprobt und stehen unter der Leitung eines motivierten Führungstrios.

Blumberg. Zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in diesem Mammutjahr konzentrierten sich auf zwei Haupteinsatztage zur Hochwasserbekämpfung: Ende Januar kam es in Kombination starker Regenfälle und der Schmelze der zuvor gefallenen Schneemassen zu Hochwassereinsätzen an verschiedenen Orten. Anfang Juni folgte dann der traurige Ernstfall-Höhepunkt mit alleine 73 Unwettereinsätzen innerhalb von neun Stunden in der Kernstadt und den Ortsteilen, wobei der Schwerpunkt in Achdorf und Aselfingen sowie Fützen und Riedöschingen lag.

Die andere Hälfte der Einsätze verteilt sich auf verschiedene Kategorien wie etwa Verkehrsunfälle, Brandmeldeanlagen, Türöffnungen sowie mehrere Kleineinsätze. "Der spektakulärste Einsatz darunter war sicherlich der Baggerfahrer-Amoklauf in der Vogtgasse", wie Gesamtkommandant Stefan Band im Gespräch erklärt.

Die extrem hohe Einsatzzahl hat den Wehrleuten aller Abteilungen in diesem Jahr bereits einiges abverlangt, aber gerade in Zeiten der Corona-Pandemie auch für die Rückkehr einer gewissen Geübtheit gesorgt. "Das Nicht-Proben oder die nur sehr eingeschränkt möglichen Proben über fast eineinhalb Jahre hinweg merkt man natürlich schon. Daher sind kontinuierliche Einsatzzahlen für die Routine nicht verkehrt", so Stefan Band.

An der Verfügbarkeit der Feuerwehrleute hat sich unter dem Strich durch Corona wenig geändert, da sich zwei Entwicklungen in etwa die Waage hielten, wie Band auf Nachfrage erläutert: "Einerseits gibt es Leute, die sich aufgrund der Risiken der Pandemie zurückhalten und nicht zum Einsatz kommen. Andererseits kompensiert sich das mit jenen, die dank verstärkter Tätigkeit im Home Office nun besser verfügbar sind, wenn es um Einsätze während den üblichen Tagesarbeitszeiten geht." Erfreulicherweise habe es im Zuge der Coronakrise bisher keine Austritte gegeben und der rührige Gesamtkommandant hofft, dass das auch weiterhin so bleibt.

Mit ihren 288 aktiven Mitgliedern ist die Gesamtwehr Blumbergs eine der personell stärksten Gemeindefeuerwehren im Schwarzwald-Baar-Kreis. An ihrer Spitze stehen drei äußerst motivierte Personen: Gesamtkommandant Stefan Band sowie seine beiden Stellvertreter Peter Frey und Norbert Rösch. Alle drei stellen sich am Samstag, den 9. Oktober bei der nachzuholenden Hauptversammlung erneut für die kommenden fünf Jahre zur Verfügung, um auch in Zukunft die Geschicke der Feuerwehr zu leiten.

Schon in Kürze steht dabei mit der Übernahme der neu beschafften Drehleiter eine wichtige Weiterentwicklung für die Feuerwehr an. Wenn die Leiter in sechs bis acht Wochen vom Hersteller in Karlsruhe abgeholt werden kann, beginnt für die Mitglieder eine längere Übungsphase. Die theoretische Einweisung soll noch in diesem Jahr beginnen. Die praktischen Übungen werden sich dann je nach Witterung über einen längeren Zeitraum erstrecken. "Dabei ist zunächst geplant, die Schulungsmaßnahmen für die Maschinisten und Bediener der Abteilung Stadt anzubieten, die das Fahrzeug im Wesentlichen bedienen werden. Anschließend sollen auch alle Atemschutzgeräteträger der Gesamtstadt in das Fahrzeug eingewiesen werden, so Band.

Die Feuerwehr Blumberg ist mit 288 aktiven Mitgliedern eine der personalstärksten Wehren im Kreis. Neun Einsatzabteilungen arbeiten in fünf Bereichen zusammen: Ausrückebereich Mitte: Blumberg mit Zollhaus und Randen, Ausrückebereich Süd: Fützen und Epfenhofen, Ausrückebereich Nord: Hondingen und Riedböhringen, Ausrückebereich Ost: Riedöschingen, Kommingen, Nordhalden und Neuhaus, Ausrückebereich West: Achdorf, Aselfingen, Überachen, Eschach und Opferdingen.