Die Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt angestiegen. (Symbolfoto) Foto: Arne Dedert/dpa

17072 Frauen und Männer im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Freiburg sind derzeit ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,3 Punkte auf 4,4 Prozent.

Zum Start ins Jahr 2026 ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg deutlich gestiegen. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 17 072 Menschen ohne Beschäftigung. Das sind 1168 mehr als im Dezember.

 

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Punkte auf 4,4 Prozent. Bei den Jugendlichen beträgt die Quote jetzt 3,0 Prozent.

Der Anstieg ist auf saisonale Faktoren zurückzuführen

„Kündigungen zum Quartalsende, auslaufende befristete Beschäftigungen im Weihnachtsgeschäft, Saisonpausen in der Gastronomie, witterungsbedingte Einschränkungen und geringere Entlastungseffekte durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sorgen im Januar regelmäßig für einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk.

Die Folgen der anhaltenden Konjunkturschwäche und des strukturellen Wandels werden sichtbar, wenn man länger zurückblickt.

Zu wenig Arbeitslose finden Wege zurück in Arbeit

Seit Januar 2022 ist die Arbeitslosenquote langsam aber stetig gestiegen von damals 3,6 auf heute 4,4 Prozent, in absoluten Zahlen um 3.539 Personen – obwohl demografische Effekte den Arbeitsmarkt entlasteten. „In dieser Situation finden zu wenige Arbeitslose den Weg zurück in die Arbeitswelt“, sagt Merk.

Weil die schwache Konjunktur das Risiko von Arbeitslosigkeit erhöht und der Strukturwandel dafür sorgt, dass man schnell den Anschluss verliert, ist Weiterbildung ein zentraler Hebel für den Erfolg am Arbeitsmarkt. „Wer heute in Qualifizierung investiert – als Unternehmen, als Beschäftigter oder als Arbeitsuchender –stärkt seine Position und stellt sich zukunftsfest auf“, sagt Merk.