Die Friedenslinde im Schiltacher Stadtgarten gilt als Naturdenkmal. Foto: Niklas Ortmann

Um die historische Friedenslinde im Schiltacher Stadtgarten steht es schlecht.

Von der schlechten Verfassung des historischen Baums, der als Naturdenkmal gilt, berichteten Bürgermeister Thomas Haas und Stadtbaumeister Roland Grießhaber dem Gemeinderat. Die Linde zeige bereits seit 2014, dass sie Probleme habe. Seitdem sei sie immer wieder von Experten gepflegt worden, aber nun gebe es „wenig Hoffnung“ mehr, erklärte Haas. An der Linde habe sich mittlerweile viel Totholz gebildet.

 

Michael Buzzi fand, dass der Baum durch seine Historie – tatsächlich wurde er vor 153 Jahren gepflanzt – „schon was Tolles“ sei.

Unter Trockenheit gelitten

Haas führte den Zustand der Linde auch auf die schlechten äußeren Voraussetzungen zurück. Tatsächlich habe die Linde unter der Trockenheit gelitten, erklärte Grießhaber.

Die Stadt habe viel in den Baum investiert, sagte Haas abschließend: „Aber es sieht eher aus, als würde er seinem Ende entgegengehen.“

Die Geschichte der Linde

Wie der Schiltacher Historiker Hans Harter 2021 zum 150. Geburtstag der Friedenslinde in unserer Zeitung schrieb, wurde sie am 18. Juni 1871 im Rahmen eines „Dank- und Friedensfests“ am damaligen Turnplatz (heute Stadtgarten) gepflanzt. Bereits Ende März jenen Jahres hatte es ein „Sieges- und Friedensfest“ gegeben, bei der die Rückkehr von 53 Schiltacher und Lehengerichter Soldaten aus dem deutsch-französischen Krieg gefeiert wurde.