In diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei sind Lukas und Anna Dittus. Sie laden bei der Hofladen-Tour am Sonntag, 18. September, in ihre Räumlichkeiten in der Hauptstraße 52 in Ichenheim ein. Foto: Michael Bode

Zwei Jahre ist die "kulinarische Hofladen-Tour" in Neuried Corona zum Opfer gefallen. In diesem Jahr wird sie wieder veranstaltet. "Wir hoffen, dass wir am bisherigen Erfolg anknüpfen können", sagt Organisator Ernst Dörflinger.

Neuried - Von Brennerei bis hin zum Geflügelhof: Insgesamt 15 heimische Erzeuger werden ihre Höfe und ihre Arbeit am Sonntag, 18. September, in ganz Neuried vorstellen. Ab 11 Uhr können Interessierte die Höfe besichtigen, regionale Produkte erwerben und Geselligkeit genießen. Eine Stunde zuvor, um 10 Uhr, wird es auf dem Beerenhof von Theo Spengler in Dundenheim (Offenburgerstraße 5) einen ökumenischen Gottesdienst geben.

Hygieneschutzmaßnahmen sorgten 2021 für eine Absage der Veranstaltung

"Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr die Hofladen-Tour wieder veranstalten können", sagt Ernst Dörflinger von der Arbeitsgemeinschaft Tourismus Neuried. Zwei Jahre war das pandemiebedingt nicht möglich gewesen. Man habe zwar voller Hoffnung auf 2021 geblickt, die Hygieneschutzmaßnahmen, die damals aber hinsichtlich einer Veranstaltung vorgegeben waren, machten die Hofladen-Tour in der Planung aber so aufwendig, dass sich die Arbeitsgemeinschaft letztlich ein weiteres Mal für die Absage entschied.

Aber in diesem Jahr wieder durchgestartet. Insgesamt 15 Höfe haben sich angemeldet – neu dabei sind die Hofbrennerei Speck und der Hofladen Kostbar. "Die Anzahl der teilnehmenden Erzeuger hält sich seit 2015 – seit wir diese Veranstaltung ins Leben gerufen haben – die Waage", sagt Dörflinger der LZ. Durch Strukturwandel oder Hofaufgabe fielen immer mal wieder Teilnehmer weg, andere kämen dafür hinzu.

"In Deutschland herrscht ein schwieriges Verhältnis zwischen Verbrauchern und Erzeuger. Der Käufer will möglichst billige Ware, weiß aber oftmals gar nicht, was alles hinter den jeweiligen Produkten steckt", erklärt Dörflinger die Grundidee der Hofladen-Tour.

Verbraucher sollen Einblick in die Arbeit der Erzeuger bekommen

Am 18. September sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, in verschiedene Höfe hineinzublicken und dabei über das Produkt mehr zu erfahren. "Zahlreiche teilnehmende Erzeuger bieten den Tag über Führungen an", weiß Dörflinger. Und das nutzten bislang enorm viele Menschen: Tausende fuhren bereits bei der Premiere im Jahr 2015 von Neurieder Hof zu Neurieder Hof. "Wir hoffen sehr, dass wir am Erfolg, trotz zweijähriger Pause, anknüpfen können", so Dörflinger.

Viel Arbeit in Sachen Planung habe die Veranstaltung in diesem Jahr nicht gemacht – die Arbeitsgemeinschaft und die Neurieder Verwaltung seien nach fünfmaliger Austragung ein eingespieltes Team. Geboten sei erneut für die komplette Familie etwas. "Um nur ein Beispiel zu nennen: Beim Milchviehbetrieb Haas und Zinsel in Altenheim wird es neben der Besichtigung der Robotermelker auch einen Strohspielplatz und Ponyreiten geben."

Einschränkungen bezüglich Corona gebe es keine – "noch nicht", so Dörflinger, der hofft, dass dies im September auch so bleiben wird.

Diese Höfe sind dabei

Milchviehbetrieb Haas und Zinsel in der Niederfeldgasse 10 in Altenheim

Wurth’s Kartoffelkiste in der Kehler Straße 30 in Altenheim

Riedbrennerei Volker Roth in der Friedrichstraße 19 in Altenheim

Bioland-Gemüsebau Thorsten Wurth in der Kirchstraße 57 in Altenheim

Kellers Edelbrände in der Kirchstraße 60 in Altenheim

Bauernladen und Geflügelhof Adam in der Kirchstraße 14 bis 16 in Altenheim

Edelbrennerei Markus Wurth im Laubertsweg 6 in Altenheim

Hofbrennerei Speck in der Kehler Straße 66 in Altenheim

Verein Solidarisch landwirtschaften und leben (SoLaVie) in der Verlängerung der Industriestraße in Altenheim

S’Milde Obsthof in der Kleinen Gasse 15 in Dundenheim

Beerenhof Theo Spengler in der Offenburger Straße 5 in Dundenheim

Hobbyimkerei Peter Stocker in der Rheinstraße 67 in Ichenheim

Stockers Spargelhof in der Rheinstraße 79 in Ichenheim

Hofladen Kostbar in der Hauptstraße 52 in Ichenheim

Hofbäckerei Anne und Rainer Schnebel in der Hauptstraße 25 in Ichenheim