Zum ersten „Tag der Frauenstimme“ reisten 140 Teilnehmerinnen nach Egenhausen an. Foto: Rosemarie Grathwohl

140 Teilnehmerinnen aus 22 Chören folgten der Einladung des Chorverbands Nordschwarzwald zum ersten „Tag der Frauenstimme“ nach Egenhausen. Drei Chorleiterinnen hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Erstmals seit Bestehen des Chorverbands Nordschwarzwald waren Chorsängerinnen zum „Tag der Frauenstimme“ in die Silberdistelhalle Egenhausen eingeladen. 140 weibliche Singstimmen von 22 meist gemischten Chören aus den Landkreisen Calw, Freudenstadt, dem Enzkreis und aus Tübingen nahmen voller Begeisterung an dieser Fortbildung teil.

 

Der Präsident des Chorverbands, Andreas Felchle, hieß bei seiner Begrüßung Sängerinnen aus Egenhausen, der näheren und weiteren Umgebung bis hin zum 70 Kilometer entfernen Maulbronn willkommen.

Drei Chorleiterinnen wirkten an der Gestaltung der Premiere mit, bei der Vizepräsidentin Monika Braun-Witt für die gelungene Organisation verantwortlich war. „Wir hätten nicht damit gerechnet, dass der Tag der Frauenstimme solch eine große Resonanz erfährt und sind überwältigt, dass 140 Frauen teilgenommen haben“, verrieten die drei Chorleiterinnen und die Organisatorin nach erfolgreichem Abschluss der Veranstaltung.

Vielfältiges Angebot

Musikpädagogin Jelena Mirkov war für die Gestaltung des Tages und für die Leitung des gesamten Teilnehmer-Chores verantwortlich, Musikpädagogin Verónica Kluge übernahm den Part „Stimmbildung“, die dritte Chorleiterin war Sängerin Bettina Zens, die den Bereich Lieder mit Bewegung anbot.

Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Eröffnungsteil im Plenum standen für die Sängerinnen aus Kirchen- und gemischten Chören, Liederkränzen und Chorgemeinschaften, aber auch aus Gospel- und jungen Chören mehrere Bereiche zur Wahl, die in angrenzenden Hallenräumen in Kleingruppen erarbeitet wurden.

Lieder in Originalsprache

Neben der Stimmbildung konnten die Teilnehmerinnen zwischen Choreografie, Liedern in Bewegung, Improvisation und Body-Percussion auswählen. Gesungen wurden am „Tag der Frauenstimme“ afrikanisches und japanisches Liedgut in Originalsprache sowie ein deutsches Lied, das nicht zu den Standardstücken der Chorliteratur zählt.

Die Organisatorinnen und das Bewirtungsteam waren mit der Resonanz hochzufrieden. Foto: Sabine Stadler

Gar nicht so einfach, so das Fazit der Chorleitung, ein Kinderlied über ein Glühwürmchen in absolut ungewohnter japanischer Sprache zu singen. Herausfordernd, so Jelena Mirkov, war für die Sängerinnen sowohl im Sopran als auch im Alt nicht nur mit einer, sondern jeweils mit zwei Stimmlagen zu singen.

Offenheit begeistert

Sowohl die Fortbildungsteilnehmerinnen als auch die Chorleiterinnen bewegten sich auf Neuland, bei dem bereits während der Erstauflage alles super funktioniert hat und alle am Ende des Tages rundum zufrieden waren. Die Chorleiterinnen lobten die offene und ausgelassene Stimmung, aber auch, dass die Sängerinnen viele Fragen zu Themen rund um die Stimme stellten und darauf auch Antworten erhielten. Die Offenheit der vielen Sängerinnen bezüglich Stimmbildung und Stimmpflege begeisterte auch die Hauptverantwortlichen dieses Fortbildungsangebotes.

Zum Abschluss bedankte sich Monika Braun-Witt beim Team des Frauenchores Egenhausen unter der Federführung von Siggi Wollschläger und Sabine Brenner für die Einrichtung der Halle und die Bewirtung.

Das afrikanische Abschlusslied wird den Chorsängerinnen vielleicht bis zum nächsten Jahr in Erinnerung bleiben – dann will der Chorverband Nordschwarzwald erneut zum „Tag der Frauenstimme“ durch den Chorverband Nordschwarzwald einladen.