eine spektakuläre Übung boten alle neun Haigerlocher Feuerwehren dem Publikum zur Eröffnung des Festes „140 Jahre Feuerwehr Bittelbronn“. Foto: Kost

Spektakuläre Übung aller Haigerlocher Feuerwehren, geballten Infos rund um die Arbeit der Blaulichtorganisationen: Das Jubiläum 140 Jahre Feuerwehr Bittelbronn war ein Volltreffer.

Nach einer spektakulären Übung der Haigerlocher Gesamtfeuerwehr benötigte Bürgermeister Heiko Lebherz beim Fassanstich zur Eröffnung des Jubiläumsfestes der Feuerwehrabteilung Bittelbronn lediglich zwei Schläge mit dem Hammer.

 

Viele Gratulanten ergreifen das Wort

Bittelbronns Abteilungskommandant Markus Stehle blickte in seinem Grußwort kurz auf die Geschichte der örtlichen Feuerwehr zurück, die 1885 mit der Gründung einer so genannten Pflichtfeuerwehr begann, in der alle Männer von 18 bis 60 Jahre Dienst leisten mussten. Seither habe es eine stetige Weiterentwicklung der Ausbildungsstandards und eine Modernisierung der Feuerwehrtechnik gegeben, um die Sicherheit der Bürger gewährleisten.

Stolz war er nicht nur auf das vor 15 Jahre eingeweihte neue Feuerwehrhaus im Neuen Weg, sondern auch auf die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) und eines Mannschaftslöschfahrzeuges (MLF) in den Jahren 2011 und 2013.

Gesamtwehrkommandant dankt der Abteilung

Auch Gesamtwehrkommandant Patrick Kornwachs befand, dass das Geburtstagskind „auf eine lange, bewegte und beeindruckende Geschichte“ zurückblicken dürfe. 1935 sei die Umstellung von der Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr erfolgt, was als großer Schritt hin zu der Struktur bedeutet habe, wie man sie heute vorfinde. Seit 1973 sei die Abteilung in die Haigerlocher Gesamtwehr eingegliedert. Kornwachs dankte allen Feuerwehrleuten für deren Arbeit in den vergangenen 140 Jahren.

Bürgermeister Lebherz ließ wichtige Elemente in der Geschichte der Abteilung Bittelbronn Revue passieren. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg, so fügte er hinzu, habe man aufgrund des Personalmangels auch Frauen zu Einsätzen bei Bränden verpflichtet. Zum Dank für den Schutz der Bevölkerung überreichte er Abteilungskommandant Markus Stehle ein Präsent.

Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender lobt Jugendarbeit

Dies tat auch Stefan Jetter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, der vor allem die Jugendarbeit in Bittelbronn hervorhob – so war die 1961 gegründete Jugendfeuerwehr die erste im damaligen Kreis Hechingen. Ortsvorsteher Gerd Klingler sprach in seinen Glückwünschen die Hoffnung aus, dass sich zu den 140 Jahren noch viele dazu gesellen.

Den Reden und dem Fassanstich schloss sich am Samstag eine Feuerwehrolympiade in sieben lustigen Disziplinen an. Als Sieger aus den Wettbewerben ging die Feuerwehr Stetten hervor, Platz zwei und drei belegten die Feuerwehren aus Rangendingen und Gruol. Ebenfalls am Samstagabend stieg im Zelt eine zünftige Blaulichtparty mit DJ „Jegge“ aus Ostdorf.

Eine beeindruckende Fahrzeugschau

Viele Feuerwehrfahrzeuge säumten am Sonntag die Weildorfer Straßen und boten den Festgästen die Möglichkeit, sich über die vielfältige Technik zu informieren, die bei Feuerwehreinsätzen benötigt wird. Vertreten waren neben der Feuerwehr Haigerloch auch die Feuerwehren aus Hechingen und Rottweil mit Fahrzeugen sowie der Führungsstab der Feuerwehr Zollernalb mit seinem top-modern ausgestatteten Einsatzleitwagen 2, der sich unter anderem über Starlink mit Satelliten verbinden kann. Auch das DRK Haigerloch präsentierte sich mit seinen zwei Einsatzfahrzeugen.

Musikverein sorgt für Unterhaltung

Der örtliche Musikverein „Lyra“ mit Dirigentin Ramona König spielte zum Frühschoppen und zum Mittagessen im Festzelt, am Nachmittag zeigte die Jugendfeuerwehr bei einer Schauübung ihr Können. An beiden Tagen gab es zudem ein Schätzspiel: Dabei mussten die Gäste das Gewicht eines Vespernetzes erraten, welches unter dem Zeltdach hing.