Nach einem Anbau und der Erweiterung konnten jetzt 14 neue Fach- und Klassenräume der Gemeinschaftsschule in Ebhausen eingeweiht werden. Foto: Priestersbach

Rund 6,5 Millionen Euro werden derzeit in den Schulstandort Ebhausen investiert, um die Lindenrainschule fit für die Zukunft zu machen. Nach Abschluss des 2. Bauabschnitts konnten mit einem Anbau und der Erweiterung jetzt 14 neue Fach- und Klassenräume der Gemeinschaftsschule eingeweiht werden.

Ebhausen - Insgesamt wurden dabei in rund zwölfmonatiger Bauzeit 4100 Kubikmeter umbauter Raum geschaffen und Baukosten von 2,3 Millionen Euro umgesetzt. "Wir sind relativ zeitnah fertig geworden und liegen im Kostenrahmen, was derzeit nicht selbstverständlich ist", freute sich Bürgermeister Volker Schuler über ein "sehr gelungenes Projekt". Denn das Gebäude komme in Architektur und Form gut an, wobei der Rathauschef Schülern und Lehrern für die Geduld während des Umbaus im laufenden Betrieb dankte. Und so lautete das Fazit von Volker Schuler: "Die Schule funktioniert und die Nachfrage ist gut." In den steigenden Schülerzahlen sieht er aber ebenfalls eine Anerkennung für die gute Arbeit des Kollegiums.

Außenanlagen folgen

In seiner nächsten Sitzung müsse der Gemeinderat sich nun über die Außenanlagen unterhalten – und im 3. Bauabschnitt stehen dann der Umbau und die Sanierung des Bestandes im Eingangs- und Rektoratsbereich auf dem Programm. Unter anderem soll nun der Zugang im Obergeschoss neu definiert werden und ein Thema wird auch die Barrierefreiheit bilden, die mit einem Aufzug erreicht wird. Die Aula bildet als Herz der Schule künftig einen zentralen Kommunikations- und Begegnungsort.

Wie Architekt Fritz Kempf feststellte, sei im Schulbau bereits seit einiger Zeit ein Paradigmenwechsel spürbar – weg von belehrendem Fontalunterricht sowie festgelegten Räumen, und hin zur lernenden interaktive Schule mit offenen und flexibel nutzbaren Strukturen. Und so brächten auch die Erweiterungen und Umbaubereiche an der Ebhauser Gemeinschaftsschule "diesen frischen Wind in die Schullandschaft und bieten den Schülern ein optimales Lernumfeld". In diesem Zusammenhang nannte Fritz Kempf die zeitgemäße Architektur für Kinder und Lehrer mit offenen, lichtdurchfluteten Räumen. Dabei habe man hier kompromisslos auf ökologisches und nachhaltiges Bauen vorrangig mit Holz gesetzt. Mit Blick auf den 3. und zugleich finalen Bauabschnitt unterstrich der Architekt: "Das wird für die Schule der größte Eingriff."

Schüler nach Ebhausen locken

Schulleiter Matthias Fröhlich dankte der Kommune für das größte Projekt in der Geschichte Ebhausens und bezeichnete das Ergebnis des 2. Bauabschnitts als sehr gelungen. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass die Attraktivität des Anbaus etwas darstellt und noch viele Schüler nach Ebhausen locken werde. Mit Blick auf die MNT-Fachräume kam Matthias Fröhlich regelrecht ins Schwärmen – denn "jetzt können wir es krachen lassen und Versuche machen, die bisher nicht möglich waren".