Für Citymanager Thomas Herr wird ein Nachfolger benötigt. Foto: Birgit Heinig

Nach langer Suche präsentiert die WIR GmbH einen neuen Wirtschaftsförderer – und die Lösung lag näher als gedacht. Für Villingen-Schwenningen beginnt eine neue Phase.

Die WIR GmbH in Villingen-Schwenningen suchte einen neuen Wirtschaftsförderer. Die Stelle, die Karsten Frech vor seinem Wechsel zum Amt für Finanzen und Controlling der Stadt Villingen-Schwenningen zuletzt bekleidet hatte, war seit Januar 2025 vakant.

 

Und den geeigneten Bewerber hatte WIR-Geschäftsführer Matthias Jendryschik eigentlich die ganze Zeit direkt vor seiner Nase.

14 Bewerbungsgespräche

Zweimal war die Stelle überregional ausgeschrieben worden – 14 Bewerbungsgespräche fanden statt. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn der geeignete Mann ist so nah? Das dachte man sich letztlich wohl auch bei der WIR GmbH in Villingen-Schwenningen. Denn unter den Kandidaten war auch VS-Citymanager Thomas Herr.

Er setzte sich nun durch – nachdem er den gesamten Bewerberprozess durchlaufen hat. Zum 1. Januar beginnt also für Thomas Herr nicht nur ein neues Jahr, sondern auch eine neue persönliche Ära als neuer Wirtschaftsförderer von Villingen-Schwenningen.

Seit 2022 wirkte Herr als Citymanager in Villingen-Schwenningen – aus Sicht seiner Chefs hat er ganze Arbeit geleistet, für den Posten des Wirtschaftsförderers wurde er den Aufsichtsräten am Donnerstagabend nach Information unserer Redaktion jedenfalls wärmstens empfohlen. Herr kennt die Strukturen und Handelnden in Villingen-Schwenningen, steht mit vielen Unternehmern in regem Austausch – und er wird an der VWA Freiburg bereits zum Wirtschaftsförderer ausgebildet, um Qualifikationen für die neue Aufgabe zu sammeln.

Neuer Citymanager gesucht

Die Stelle des Citymanagers in Villingen-Schwenningen indes soll umgehend ausgeschrieben werden, bestätigte WIR-Geschäftsführer Matthias Jendryschik im Gespräch mit unserer Redaktion auf Nachfrage. Denkbar gewesen wäre zwar auch, das Citymanagement, das derzeit von Thomas Herr gemeinsam mit Simone Mader wahrgenommen wird, zwischen den beiden großen Stadtbezirken Villingen und Schwenningen aufzusplitten und jedem Bezirk seinen eigenen Citymanager zu geben – dieser Weg jedoch habe sich bei näherer Erörterung nicht als zielführend erwiesen. Es gebe, so Jendryschik, zu viele Überschneidungen und gemeinsame Aufgaben. Er hofft nun, zeitnah einen neuen Citymanager für Villingen-Schwenningen im Team begrüßen zu dürfen.