121 Geburten gab es 2021 in der Gesamtstadt Haigerloch und damit knapp 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Das dürfte sicher die bereits im alten Jahr im Gemeinderat geführte Debatte um die Bereitstellung von ausreichend Kinderbetreuungsplätzen weiter beflügeln. Foto: Pixabay

Die Gesamtstadt steuert stramm auf die magische 11000-Einwohner-Marke zu. Die Stadtverwaltung hat jetzt die aktuellste Einwohnerstatistik mit Stichtag 31. Dezember 2021 veröffentlicht. Und diese zeigt erfreuliche Zahlen – vor allem bei den Geburten.

Haigerloch - Denn die ist so hoch wie schon lange nicht mehr. 121 kleine Haigerlocher Erdenbürger und -bürgerinnen haben 2021 das Licht der Welt erblickt. Das sind knapp 20 Prozent mehr als zum Ende des Jahres 2020 (101). Diese Zahl dürfte die schon im vergangenen Jahr intensiv geführte Debatte um die Bereitstellung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder zusätzlich befeuern.

Am höchsten war die Geburtenzahl naturgemäß in der einwohnerstarken Kernstadt (28), danach folgen Gruol und Stetten gleichauf (je 19). Das Schlusslicht bei den Geburten bildet Hart (3), knapp davor liegt Bad Imnau (5). Die anderen Geburten verteilen sich auf Trillfingen (18), Owingen (15), Bittelbronn (8) und Weildorf (6).

Höchster Einwohnerstand seit 30 Jahren

Auch die Entwicklung der Gesamteinwohnerzahl beeindruckt. Mit insgesamt 10 961 gemeldeten Bürgern zum Jahresende 2021 ist die Zahl der Gesamtstädter so hoch wie noch nie in den vergangenen 30 Jahren. Allenfalls im Jahr 2002 bewegte sich die Haigerloch in diesen Höhen; damals zählte die Stadt 10 954 Bürger und Bürgerinnen. Gegenüber dem Jahresende 2020 (10 884 Einwohner und Einwohnerinnen) verzeichnet die Stadt eine Plus von 77 Personen.

Der Grund für den Zuwachs dürfte neben der relativ hohen Geburtenzahl in der Zahl der Zuzüge liegen. Diese (1069 Personen) überstieg 2021 die Zahl der Wegzüge (1007) deutlich. Noch im Jahr 2020 hatten sich Zu- und Wegzüge fast die Waage gehalten (1005 : 1000).

Kernstadt hat die meisten Zu- und Wegzüge

Am meisten Zuzug gab es in der Kernstadt (310) gefolgt von Gruol (160) und Owingen (153). Die wenigsten Zuzüge verzeichnete man in Hart (38). Bei den Wegzügen sieht es nicht viel anders aus. Auch hier liegt die Kernstadt auf Platz eins (302), gefolgt von Gruol (175). Allerdings folgt hier gleich auf Platz drei Trillfingen (136). Den letzten Platz in dieser Kategorie belegt ebenfalls Hart (22 Wegzüge).

Die Zahl der Sterbefälle war im 2021 mit 108 nahezu identisch mit der im Jahr 2020 (106). Die meisten Sterbefälle gab es in der Kernstadt (33), die wenigsten in Bittelbronn (4).

Kleine "Einwohnerexplosion" in Owingen

Im Ranking der einwohnerstärksten Stadtteile lag die Kernstadt zum 31. Dezember 2021 mit 2265 gemeldeten Einwohnern klar an der Spitze. Gegenüber 2020 ist das eine Steigerung von drei Personen. Platz zwei belegt Gruol mit 1662 Einwohnern, was aber gegenüber 2020 ein Verlust von neun Personen ist. Auf Platz drei liegt Stetten mit 1640 gemeldeten Personen – zwei weniger als 2020.

Dagegen hat das auf Platz vier liegende Owingen einen regelrechten Schub erlebt. Dort waren Ende 2021 genau 1534 Einwohner gemeldet und damit 53 mehr als 2020 (1481). Auf Platz fünf folgt Trillfingen mit 1348 Einwohnern (2020: 1346) vor Weildorf mit 765 (2020: 761), Bittelbronn mit 634 (2020: 630) und Bad Imnau mit 576 Einwohnern (2020: 568).

Auch der kleinste Stadtteil Hart wächst

Kleinster Haigerlocher Teilort ist unverändert Hart mit 537 Einwohnern (2020: 523). Kleiner Lichtblick: Hart hat mit einem Plus von 14 Einwohnern das zweithöchste Wachstum nach Owingen.