Holger Heidt und Martin Spirgatis (Zweiter und Dritter von links) nahmen stellvertretend für den Verein für krebskranke Kinder Freiburg und den Tierschutzverein Lahr die Spende entgegen. Kriminaloberrätin Jenny Jahnz (links) freute sich mit dem Leiter des Institutsbereichs Ausbildung Lahr, Michael Hartmann (Zweiter von Rechts), und Polzeihauptkomissar Andy Endsbiller (rechts).  Foto: Stahl

Zum vierten Mal liefen Lahrer Polizeianwärter für den guten Zweck um die Wette – und sammelten auf diese Weise 12 600 Euro. Dies stellte einen neuen Rekord dar.

Acht Klassen mit zahlreichen Polizeianwärtern der Hochschule für Polizei joggten am 19. November auf einer etwa 1,3 Kilometer langen Strecke auf dem Gelände des Institutsbereichs Ausbildung in Lahr, um Spenden zu sammeln. Das Ergebnis: eine Summe von 12 600 Euro, die ein neuer Rekord seit Beginn im Jahr 2022 darstellt. Das Geld wurde unter der Lahrer Tafel, dem Tierschutzverein Lahr und dem Verein für krebskranke Kinder Freiburg aufgeteilt.

 

Die symbolische Übergabe mitsamt Scheck erfolgte am Montagmittag in der Hochschule für Polizei. Martin Spirgatis, Leiter des Tierschutzvereins Lahr, und Holger Heidt, Beirat im Förderverein für krebskranke Kinder, nahmen den Scheck stellvertretend entgegen. Die Leiterin der Lahrer Tafel, Ingrid Schatz, war verhindert.

Ausbildungsleiter Michael Herrmann betrachtet den Spendenlauf als „tolle Möglichkeit, mit Organisationen außerhalb der Polizei zusammenzuarbeiten.“ Die Oberkommissaranwärter, von denen einige an der Spendenübergabe teilnahmen, hätten auf der Bahn alles gegeben, um möglichst viel Geld zu sammeln. „Eine bessere PR-Arbeit gibt es nicht“, so Herrmann.

Ehrenamtliche Vereine berichten von Herausforderungen

Dem konnte Polizeihauptkommissar Andy Endsbiller nur zustimmen: „Das Team war bombe und hat toll zusammengearbeitet.“ Die Aktion solle im nächsten Jahr definitiv fortgesetzt werden. Auch dieses Mal habe man darauf geachtet, dass mit der Spende regionale Vereine unterstützt werden.

Heidt stellte zunächst ein Projekt vor, das der ehrenamtliche Verein umgesetzt habe: der Bau eines Haues für Eltern krebskranker Kinder. „Das Gebäude hat knapp 15 Millionen Euro gekostet und wurde aus Spendengeldern finanziert“, erklärte der Beirat. Der Beitrag aus dem Lauf werde unter anderem für den monatlichen Unterhalt des Elternhauses verwendet. Es sei bemerkenswert, wenn sich junge Menschen für andere einsetzen, zeigte sich Heidt dankbar.

„Die Arbeit bleibt auf wenigen Schultern hängen“. So berichtete Martin Spirgatis, Vorstand des Lahrer Tierschutzvereins, von dessen ehrenamtlicher Leistung, die größtenteils von Spendengeldern abhängig sei. Der Aufwand und die Kosten nehmen zu, daher sei er umso dankbarer für die finanzielle Hilfe.

Zudem erinnerte er daran, dass es bereits tierische Einsätze gab, bei dem Tierschutzverein und Polizei zusammengearbeitet haben. Man brauche einander, ist er sich bewusst. Gleichzeitig lud er den Polizeinachwuchs ein, das Tierheim zu besuchen, „damit ihr sehen könnt, wo das Geld eingesetzt wird“.