Foto: Karl-Otto Gauggel

Wie kein anderes Bauwerk ist der weithin sichtbare Wasserturm zu einem unersetzlichen Wahrzeichen Benzingens geworden. Vergangenes Wochenende feierte der Förderverein den 100. Geburtstag des Bauwerks – mit Musik und vielen flinken Füßen.

Bei idealen Bedingungen mit immer noch hochsommerlichen Temperaturen haben die Benzinger am Wochenende den 100. Geburtstag ihres Wasserturms gefeiert.

Die Geburtstagsparty begann schon am Samstagnachmittag sehr sportlich mit dem ersten Benzinger Turm-Run. Dabei traten etliche Vierer-Teams aus Benzingen und Winterlingen gegeneinander an, wobei es galt, nach einer Laufrunde um den Turm die 62 Stufen hinauf zur Turmstube möglichst schnell zu meistern. Die Zuschauer hatten ihren Spaß daran und feuerten die jüngeren und älteren Läufer immer wieder lautstark an.

In Benzingen rannten die Teams den Turm hinauf – unten rockten die Bands

Der Vorsitzende im Förderverein, Peter Pawtowski, überreichte im Anschluss zusammen mit seinem Stellvertreter Ewald Hoffmann unter dem Beifall des Publikums die Medaillen mit dem Emblem des Benzinger Wasserturms.

Wettlauf mit Ziel nach oben – unten am Fuß des Turms rocken die Bands

Am Abend rockte die „Ultimative Schraddel-Initiative“, kurz „USCHI“, das Areal am Fuße des Turms. Diese vierköpfige Band, allesamt erfahrene Vollblutmusiker, die mit Marcus Agarico aus Winterlingen, Bandgründer Christoph Roser und Stephan Fürgut aus Benzingen sowie mit Jack Schmid aus Sigmaringen absolut regional besetzt ist, schaffte es im Nu mit Gitarre, Bass und Schlagzeug in Verbindung mit mehrstimmigem Gesang rund um den hell erleuchteten Turm Festival-Atmosphäre zu verbreiten.

Sonntags sprinteten Kameraden der Feuerwehren die 62 Stufen hinauf

Am Sonntagvormittag wurde das Jubiläumsfest mit den in voller Schutzkleidung samt Helm angetretenen Feuerwehrkameraden beim herausfordernden Feuerwehr-Team-Sprint auf den Turm fortgesetzt, und beim Frühschoppen sorgte die Musikkapelle Benzingen unter Horst Marquardts Leitung für Unterhaltung.

Um die Mittagszeit hatten die Helfer des Fördervereins alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Geburtstagsgratulanten mit deftigen Speisen, kühlen Getränken und einem Kuchenbüfett zu versorgen.

Passend zum „Tag des Offenen Denkmals“ war die Turmtüre den ganzen Tag über weit geöffnet, und viele Besucher aus der ganzen Region nutzten die Gelegenheit, das als Kulturdenkmal gelistete Bauwerk zu besteigen.

Ein großer Dank galt dem Förderverein für den Erhalt dieses örtlichen Denkmals

Ein großer Dank galt dem Förderverein für den Erhalt dieses örtlichen Denkmals

An den dort aufgestellten Schautafeln konnten sie sich über die wechselvolle Geschichte des Turms informieren oder einfach die einmalige Aussicht über den Flecken und die umgebende Alblandschaft genießen. Beim dem locker in die Programmabfolge eingestreuten kleinen Festakt erinnerten sowohl Winterlingens Bürgermeister Michael Maier als auch Ortsvorsteher Ewald Hoffmann an die lange Geschichte des Wasserturms.

In diesem Zusammenhang dankte er dem rührigen Förderverein mit seinem Vorsitzenden Peter Pawtowski für das große Engagement zum Erhalt dieses Denkmals der örtlichen Wassergeschichte. Dazu passte auch wunderbar das zusammen mit der Benzinger Musikkapelle gesungene „ Benzinger Lied“ von Wilhelmine Oswald, worin es im Refrain so treffend heißt: „Unser Wasserturm, unser Wasserturm, ja der grüßt so stolz ins Land, denn er ist überall, denn er ist überall, als Wahrzeichen wohl bekannt.“

Danach wurden aus dem ausgelegten Liederheft noch weitere bekannte Volkslieder angestimmt, und Förderverein sowie die Besucher ließen den Nachmittag in frohen Runden gemütlich ausklingen.