Bochinger Narren beim Brauchtumsabend im Festzelt. Foto: Wagner

Geprägt von Glückwünschen, guter Laune und einem unterhaltsamen Programm wurde am Freitagabend der 100. Geburtstag der Narrenzunft Bochingen gefeiert.

„Der Tag der isch so fraidareich“ proklamierte der Präsident des Narrenrings Oberer Neckar Achim Seepold immer wieder, als er im voll besetzten Festzelt der Narrenzunft Bochingen in feinen Reimen zum runden Wiegenfest gratulierte.

 

Zu den zahlreichen Gästen, zählten die Ringzünfte aus Aistaig, Boll, Epfendorf, Hochmössingen und Waldmössingen sowie die Patenzunft aus Geislingen. Aber auch Bürgermeister Matthias Winter als Schirmherr und Ortsvorsteher Thorsten Ade. Sie alle waren gekommen, um die Narrenzunft im Club der Hunderter willkommen zu heißen und die besten Wünsche für die nächsten 100 Jahre zu überbringen.

Brauchtumstänze und Geschichten

Ein herrlicher Anblick bot sich den Zuschauern im Zelt als der Jubilar, allen voran Präsident Oliver Essel, zusammen mit den Vertretern der Ringzünfte einmarschierte, um sich zu einem bunten Bild auf der großen Bühne zu formieren.

Dem obligatorischen Fass Anstich folgte die Vorstellung der einzelnen Zünfte, die sich mit Brauchtumstänzen und Geschichten rund um die jeweiligen Narrenzünfte präsentierten. Die Moderatoren Achim Seepold und Werner Schinacher hatten sehr gut recherchiert und so erfuhren die Gäste an diesem Abend manche Begebenheit, die bisher noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt war.

Bei der Pyramide stockte der Atem

Die Stimmung war gut, das Publikum bestens aufgelegt und die Narrensprüche der Gastzünfte brachten das Zelt zum Beben. Der Musikverein Bochingen sorgte für den richtigen Ton und unterhielt den Abend über, während das Duo “Ofaschlupfer“ mit einer ganz besonderen Überraschung aufwartete.

Michael Minder und Rainer Zündel (Ofaschlupfer) heizten die Stimmung nochmals kräftig an, bevor sie das bisher gut behütete Geheimnis lüfteten und ihren Song zum 100. Geburtstag der Bochinger Narren zum Besten gaben. Selbst komponiert und getextet trafen sie mit ihrem neuesten Werk den Nagel auf den Kopf lösten beim Publikum wahre Beifallsstürme aus.

Der Brauchtumsabend machte seinem Namen alle Ehre, zeigten doch alle Zünfte, dass sie alte Sitten erhalten haben und dies auch in Zukunft tun wollen. Die Zuschauer belohnten die Auftritte mit Beifall und die Protagonisten auf der Bühne, egal ob Maskenträger, Elferrat oder Gardemädchen gaben ihr Bestes, um dies unter Beweis zu stellen.

Die gewagte Pyramide der Epfendorfer. Foto: Wagner

Bei der gewagten Pyramide der Epfendorfer stockte manchem der Atem, die Leichtigkeit der Schritte der Gardemädchen begeisterte und das „Gute Laune-Wässerchen“ das die Aistaiger mitgebracht hatten sorgte doch tatsächlich für noch mehr Schwung und Heiterkeit im großen Zelt.