Beim Umzug gab es Mönche zu sehen, die Zuflucht im Kirchturm der Kirche in Reutin gefunden hatten. Foto: Werner Hering

Der Männergesangverein „Frohsinn“ Reutin feierte vier Tage lang seinen 100. Geburtstag. Der Höhepunkt war ein historischer Umzug mit mehr als 600 Teilnehmern und 1000 Zuschauern.

Schon zum Gottesdienst im Festzelt mit Pfarrer Joachim Kraus waren viele gekommen und erfreuten sich danach an der Musik des Musikvereins „Eintracht“ Fluorn zum Frühschoppen.

 

Nach dem Mittagstisch nahmen die mehr als 600 Umzugteilnehmer Aufstellung im Bereich Herdweg. Von dort starteten die 37 Gruppen über die Ortsstraße in Richtung Festzelt. Angeführt wurde der Umzug von einer Pferdekutsche mit Honoratioren: Bürgermeister Michael Pfaff, Jörg Kurtz, Ortsvorsteher Thomas Römpp sowie die Ehrenmitglieder Heinz Walter, Otto Heinzelmann, Hermann Schwab und Heinz Scheerer.

Entlang der Zugstrecke waren viele Häuser und Zäune festlich geschmückt. Mehr als 1000 Besucher hatten sich aufgestellt, viele davon an schattigen Plätzen, wobei die meisten unmittelbar vor dem Festzelt warteten.

Die Motivwagen rollen

Unter den Teilnehmern waren viele Musikvereine, die Musikfreunde aus Alpirsbach, Männerchöre, der Radsportverein Alpirsbach mit einer Vorführung der Radballer, die Trachtengruppe aus Loßburg und die Kleintierzüchter aus Alpirsbach mit einem Wagen. Auch Historisches gab es zu sehen: die Feuerwehr Reutin war mit einem Motivwagen „Feuerwehr Anno dazumal“ angerückt. Weitere Motivwagen waren „Reutin friahr ond heut“, „Alltag in Reutin“, „Tausendschwarzekohlen“ oder auch historische Traktoren von den Traktorfreunden Hochmössingen, den Traktorfreunden Beffendorf und den Bulldogfreunden Fluorn.

Die Kindergärten Zwergenstüble aus Reutin und der Kindergarten Römlinsdorf zogen mit, ebenso die Kinderturngruppe der SG und die Frauen der SG Busenweiler-Römlinsdorf. Auch der Turnverein Alpirsbach-Rötenbach machte mit.

Historische Feuerwehrspritzen sorgen für Abkühlung

Als Glücksbringer waren die Schornsteinfeger von Martin Günthner unterwegs. Die Zimmerei Pfau mit einem Richtfestwagen und „Sigis Bachstüble“ liefen mit.

Die Mischung aus Musikvereinen, gesanglichen Einlagen durch die Chöre, Motivwagen und andere Gruppen begeisterte die Zuschauer. Gut an kamen auch die Darbietungen mit historischen Fahrzeugen, wobei die historischen Feuerwehrspritzen zwischendurch für Abkühlung sorgten.

Nach dem Umzug waren bald alle Plätze im Zelt und auch auf dem Vorplatz belegt. Die Schausteller freuten sich über den regen Andrang. Nachdem die Fahnenträger ihre Fahnen auf der Bühne aufgestellt hatten, rief Dirigent Claus Penalver alle Chöre zum Singen im großen Massenchor auf die Bühne. Mit den Liedern „Als Freunde gehen wir“, „Bajazzo“ und „Ei das Mädchen vom Lande“ schloss der Umzug ab.

Bewirtung durch die Schwarzwaldhexen

Die Musikverein aus Rötenbach, Rötenberg und Betzweiler unterhielt die Gäste musikalisch bei Kaffee und Kuchen.

Der Vorsitzende des Männergesangvereins „Frohsinn“ Reutin Michael Krapfl bedankte sich bei allen Teilnehmenden. So auch bei den Schwarzwaldhexen aus Peterzell, die die Bewirtung übernommen hatten.